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11.03.2009 Mark Frost

Gastkommentar: Auslandsrekrutierung

Der Fachkräftemangel bleibt auch in der Krise bestehen. Der Bedarf ist in vielen Bereichen immer noch höher als die Zahl der Experten.

Der Fachkräftemangel bleibt auch in der Krise weiter bestehen. Denn der Bedarf ist in vielen Bereichen immer noch höher als die Zahl der Experten. ´ In dieser Zeit wird es immer wichtiger, auch jenseits der Landesgrenzen geeignete Spezialisten zu finden. So haben etwa mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren Mitarbeiter im Ausland rekrutiert. Dies erhob eine Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE an der Fachhochschule Ludwigshafen vom vergangenen November.

62 Prozent der Unternehmen mit mehr als tausend Mitarbeitern haben demnach Personal außerhalb Deutschlands gefunden. Unter den Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind es 43 Prozent. Gefragt sind vor allem hoch qualifizierte Spezialisten.

Hier nimmt die Informationstechnologie einen zentralen Stellenwert ein: Vierzig Prozent der befragten Unternehmen suchen IT-Spezialisten, mehr als die Hälfte der deutschen Großunternehmen auch Führungskräfte, im Ausland.

Offensichtlich betreten die Unternehmen mit der Rekrutierung im Ausland gewisses Neuland, denn drei Viertel geben zu, dass sie keine klare Strategie verfolgen.

Sie setzen momentan auf klassische Rekrutierungsinstrumente wie die eigene Homepage und den direkten Weg über die Unternehmenszentrale. Während die Webseite noch an Bedeutung gewinnt, wird künftig verstärkt auf Praktikumsangebote und Kontakte zu internationalen Universitäten gesetzt.

Kurz- und mittel- wie auch langfristig bieten sich zur Überbrückung von Ressourcen-Engpässen und auch zur Produktivitätssteigerung der Einsatz von externen IT-Spezialisten an. Der

Know-how-Transfer der Externen steigert die Produktivität in den Teams. Dies bestätigen drei Viertel der befragten Unternehmen im Rahmen einer anderen Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.

Um den Fachkräftemangel auf Dauer anzugehen, bedarf es einer konzertierten Aktion von Schulen, Hochschulen und Unternehmen.

Das Interesse an IT sollte früh geweckt werden – auch aus volkswirtschaftlichen Gründen. Denn vorrangig gilt es, Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten.

Mark Frost ist Geschäftsführer der Hays Österreich Personnel Services.

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