Kritik an Handymasten auf Gemeindebauten Detail - Computerwelt

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10.03.2009 apa/Rudolf Felser

Kritik an Handymasten auf Gemeindebauten

Bei der Verwaltungsfirma, die sich um Handymasten auf Wiens Gemeindebauten kümmert, besteht laut "Falter" möglicherweise ein Interessenskonflikt.

Die Handymasten auf Wiens Gemeindebauten geraten in die Kritik - oder besser gesagt die zuständige Verwaltung. So konstatiert die Stadtzeitung "Der Falter" einen möglichen Interessenskonflikt darin, dass die Elektromontagefirma Fleck die Hälfte der Anteile am Verwalter Telereal besitze - obgleich sie unter anderem mit dem Aufbau von Mobilfunkeinrichtungen ihr Geld verdiene. Überdies seien die vom damaligen Wohnbaustadtrat Werner Faymann festgesetzten freiwilligen Strahlengrenzwert rechtlich nicht bindend.

Auf den Wiener Gemeindebauten stünden derzeit rund 760 Handymasten, wodurch die Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen rund vier Mio. Euro Miete lukriere. Ein Viertel der Einnahmen werde für etwaige Renovierungen verwendet und komme somit den Bewohnern zugute. Zur Verwaltung der Aufstellung und Genehmigung der Anlagen hatte Wiener Wohnen mit Telereal eine eigene Tochter gegründet, die sich um diese Belange kümmert. An dieser halten laut "Falter" sowohl die Stadtwerke als auch die Stadt je ein Viertel, Fleck die übrige Hälfte.

Bei Telereal wird der mögliche Interessenskonflikt durch die Beteiligung einer Firma, die mit Mobilfunkanlagen ihr Geld verdient, bestritten. Geschäftsführer Dieter Koca verweist gegenüber dem "Falter" darauf, dass Fleck keine Masten, sondern nur Leckkabel für Funknetze verlege.

KEINE VERBINDLICHEN GRENZWERTE Dissens herrscht offensichtlich auch über die Strahlenwerte, die vom damaligen Wohnbaustadtrat Faymann für stadteigene Gebäude Ende 2000 festgesetzt wurden. Mit zehn Milliwatt Leistungsflussdichte pro Quadratmeter liegen diese deutlich unter den internationalen Vorgaben. Johann Killian vom Mobilfunkbetreiber Orange betonte gegenüber dem "Falter": "Es gibt keinen Vertrag mit der Gemeinde, in dem ein Grenzwert von zehn Milliwatt festgeschrieben ist."

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