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12.03.2009 apa/Rudolf Felser

Stimmencheck bei ÖH-Wahl

Der Stimmencheck ist über einen Prüfcode möglich, den jeder Wähler unmittelbar nach Abschluss seiner elektronischen Wahl am Schirm ablesen kann.

Beim erstmals durchgeführten E-Voting für die Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) wird jeder Student nach erfolgter Wahl überprüfen können, ob seine Stimme auch angekommen ist. Auch die Termine stehen fest, 26. bis 28. Mai sind für konventionellen Urnengang und 18. bis 22. Mai für elektronische Stimmabgabe reserviert. Die nötige Verordnung durch Wissenschaftsminister Johannes Hahn sei allerdings noch ausständig, hieß es dazu bei einer Informationsveranstaltung des Wissenschaftsministeriums in Wien.

PRÜFCODE FÜR STIMMABGABE Der Stimmencheck ist über einen Prüfcode möglich, den jeder Wähler unmittelbar nach Abschluss seiner elektronischen Wahl am Schirm ablesen kann. Damit kann dann noch einmal überprüft werden, ob die Stimme auch tatsächlich in der elektronischen Wahlurne angekommen ist. Sollte es bei der Überprüfung Ungereimtheiten geben, ist laut Robert Krimmer, Berater des Ministeriums in Sachen E-Voting, ein Einspruch möglich.

Ein nachträglicher Einblick, wen man gewählt hat, wird allerdings auch mit korrektem Prüfcode nicht möglich sein, entkräften die Experten Kritiker, die durch diesen Service Entwicklungen wie Stimmenkauf etc. befürchtet hatten. Wäre es nachträglich nachweisbar, wer wen oder was gewählt hat, könnte man damit auch unlautere Geschäfte machen. Sollte beim E-Voting "etwas passieren", dass etwa ein Hacker in die Systeme eindringt, so kann der Wahlvorgang unterbrochen und im Extremfall sogar abgebrochen werden.

Die Experten machen kein Hehl daraus, dass das E-Voting für die ÖH-Wahl ein Testlauf für die Einführung der elektronischen Wahl auch für andere Bereiche darstellt. Dabei kommt es den EDV-Entwicklern ganz gelegen, dass die Hochschülerschafswahlen vergleichsweise kompliziert sind, sie betrachten die Sache als Herausforderung. So wird die Bundesvertretung nur indirekt über die einzelnen Uni-Vertretungen bestimmt, daneben gibt es noch Studienvertretungen. Nicht zuletzt kann ein Student an mehreren Unis und/oder für mehrere Studien eingeschrieben sein. Alles in Allem sind die Experten überzeugt: "Eine Bundespräsidentenwahl ist dagegen einen höchst einfache Sache." Den Beweis dafür müssen sie freilich erst antreten. (apa/rnf)

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