Breitbandpenetration erstmals über 70 Prozent Detail - Computerwelt

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13.03.2009 Rudolf Felser

Breitbandpenetration erstmals über 70 Prozent

Das Wachstum bei Festnetz-Breitbandanschlüssen in Österreich war zwar nur sehr gering, dafür stiegen mobile Anschlüsse umso stärker.

Im 3. Quartal 2008 erreichte die Breitbandpenetration auf Haushaltsebene mit 2,52 Mio. Anschlüssen in Österreich erstmals die 70-Prozent-Marke, gab Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekom, heute die Zahlen aus dem jüngsten RTR Telekom Monitor bekannt. "Das Wachstum bei den Festnetz-Breitbandanschlüssen war mit einem Anstieg von 1.707.000 im 2. Quartal 2008 auf 1.711.000 Anschlüsse im 3. Quartal zwar nur sehr gering, dafür stiegen die mobilen Breitbandanschlüsse umso stärker, und zwar von 730.700 im 2. Quartal 2008 auf 812.700 Anschlüsse im 3. Quartal 2008. Wir gehen davon aus, dass die über Mobilfunktechnologie realisierten Breitbandanschlüsse auch weiterhin stark ansteigen. Bei den über Festnetz realisierten Anschlüssen könnte das Wachstum aufgrund von verkaufsfördernden Aktionen einiger Betreiber wiederum zulegen", schätzt Serentschy die weitere Entwicklung ein. Damit spielt er wohl (unter anderem) auf das umstrittene Kombipaket der Telekom Austria an.

AUFWÄRTSTREND UNTERBROCHEN "Bei der Entwicklung der Gesprächsminuten im Mobilfunk wurde erstmals seit vielen Jahren der Aufwärtstrend der Mobiltelefonie unterbrochen", gab Serentschy weitere Einblicke. Obwohl die Mobilfunkumsätze konstant geblieben seien, hätten die Gesprächsminuten vom 2. Quartal 2008 auf das 3. Quartal 2008 einen Rückgang verzeichnet. Sie seien um 3,1 Prozent von 4.904 Mio. Minuten auf 4.753 Mio. Minuten gesunken.

"Dafür gibt es, neben einer saisonbedingten Abnahme (Stichwort "Sommerloch"), zwei Erklärungsansätze. Möglicherweise sind wir bei der Entwicklung der Gesprächsminuten an einem Endpunkt angelangt - die Leute telefonieren bereits entsprechend oft oder lange, sodass zusätzliche Freiminuten keinen weiteren Anreiz mehr darstellen, noch mehr zu telefonieren. Es könnte allerdings sein, dass auch in diesem Fall das Festnetz aufgrund diverser Aktionen derzeit besser angenommen wird. Von einer Trendumkehr zu sprechen wäre allerdings verfrüht", interpretiert Serentschy den Markt.

Der aktuelle RTR Telekom Monitor, der Daten für das 3. Quartal 2008 enthält, ist auf der Website der RTR abrufbar. (rnf/pi)

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