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17.03.2009 Rudolf Felser

Schnelles Forschungsnetz für die Schwarzmeerregion

Die EU hat Forschern im Südkaukasus mit dem Anschluss an GÉANT mehr Internetkapazität quer über das Schwarze Meer zur Verfügung gestellt.

Die Europäische Kommission hat Forschern im Südkaukasus (Armenien, Aserbaidschan und Georgien) heute mit der Inbetriebnahme des größten Computernetzes für Forschung und Bildung in der Region mehr Internetkapazität quer über das Schwarze Meer zur Verfügung gestellt. Durch das mit EU-Mitteln finanzierte regionale Forschungs- und Bildungsnetz "Black Sea Interconnection" (BSI) werden die Länder des Südkaukasus miteinander verbunden und an das europäische Breitband-Netz GÉANT angeschlossen, dem heute schon 30 Mio. Forscher angehören. Die neue Verbindung ermöglicht Forschern und Studenten die Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen in 40 Ländern und den Austausch großer Datenmengen über das Netz.

"Die Kommission will die Entwicklung des Internet in dieser Richtung vorantreiben, damit in der weltweiten Forschungslandschaft keine weißen Flecken mehr bleiben", so Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Mit unserer Investition von 1,4 Mio. EUR in das Projekt überbrücken wir eine große digitale Kluft, denn wir verschaffen Wissenschaftlern aus der Schwarzmeerregion Zugang zur Weltforschungsgemeinschaft und versorgen Universitäten und Forschungsinstitute im Südkaukasus mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen an das Internet. Ich gehe davon aus, dass die bessere Zusammenarbeit mit den 4 000 GEANT-Forschungsinstituten in der EU nicht nur in Europa, sondern auch darüber hinaus zu einer Qualitätssteigerung bei Forschung und Ergebnissen führen wird."

"Dieses Großprojekt kommt verschiedenen zentralen Zielen der EU-Politik in der Schwarzmeerregion zugute", fügte Benita Ferrero-Waldner, EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und die Europäische Nachbarschaftspolitik, hinzu. "Es dient der Umsetzung der 'Schwarzmeersynergie' im Schlüsselbereich Informationsgesellschaft, indem eine kooperative Infrastruktur eingerichtet wird, die nicht nur der Forschung nutzt, sondern auch der späteren Einführung neuer Online-Dienste wie E-Government, E-Business, E-Health sowie der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie im Bildungswesen, was der Gesellschaft insgesamt zugute kommt."

BLACK SEA INTERCONNECTION Die Spitzenforschung ist auf große Datenbanken und Hochleistungs-Verarbeitungskapazitäten angewiesen, etwa um Erdbeben vorhersagen, genetische Informationen dekodieren, den Klimawandel und die Energienachfrage simulieren oder auch die Ausbreitung von Epidemien vorhersagen und bewältigen zu können. Mit dem Projekt "Black Sea Interconnection" werden die Länder des Südkaukasus mit - laut EU-Kommission – "noch nie dagewesener Geschwindigkeit", übersetzt in Zahlen bedeuetet das mindestens 34 bis hundert Megabits pro Sekunde, an das europaweite Forschungsnetz GÉANT angeschlossen.

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