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25.03.2009 Christof Baumgartner

EU mit neuer IKT-Strategie

Europa muss für qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver und das Wachstum von Unternehmen behindernde Umstände müssen aus dem Weg geräumt werden.

Wenn Europa im Bereich der Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) weltweit führend werden soll, müssen die europäischen Forschungsinvestitionen verdoppelt werden, Europa muss für qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver und das Wachstum von Unternehmen behindernde Umstände müssen aus dem Weg geräumt werden. Zu diesen Ergebnissen ist die EU-Kommission in einer aktuellen Studie gekommen.

Der globale IKT-Markt hat demnach ein Volumen von rund 2.000 Milliarden Euro und wächst jedes Jahr um vier Prozent. Innerhalb Europas erwirtschaftet die IKT-Branche sechs Prozent des BIP (Bruttoinlandsprodukt) und schafft zwölf Millionen Arbeitsplätze. Im Bereich der Forschung wird ein Viertel aller privaten F&E-Finanzmittel in IKT investiert. Das klingt alles nicht so schlecht, trotzdem bleibe Europa laut der Studie immer noch hinter seinen weltweiten Konkurrenten zurück. So investieren amerikanische Unternehmen doppelt so viel in die Forschung und Entwicklung (F&E) von IKT wie ihre europäischen Kollegen. Außerdem leidet Europa derzeit an einem Mangel an qualifizierten IKT-Forschern, was teilweise auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass es in Europa nur sehr wenige Exzellenzzentren für IKT-Forschung gibt. Das bedeute auch, dass die besten Leute und ein Großteil der privaten Forschungsmittel tendenziell eher anderswohin gehen.

MEHR FINANZIELLE MITTEL Mit einer neuen Strategie will die EU gegensteuern und bei der Entwicklung des Internets der Zukunft sowie der nächsten Generation von IKT-Komponenten und Systemen die Führung übernehmen und auch in den Bereichen E-Health, Energieeffizienz, Sicherheit in Gebäuden sowie in den Verkehrssektor investieren. Die neue Strategie weist einen Ansatz mit drei zusammenhängenden Maßnahmensträngen zur Lösung dieser Probleme auf. Erstens müssen die Investitionen in IKT-Forschung und -Entwicklung bis 2020 verdoppelt werden. Dazu wird die Kommission die jährlich verfügbaren Finanzmittel von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2013 aufstocken. Das zweite Maßnahmenpaket fordert zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen der EU, den Mitgliedsstaaten, den Regionen, der Industrie und den Hochschulen auf.

»Europa braucht eine bessere Koordinierung der Politik sowie eine Konzentration und Spezialisierung der Ressourcen, nicht zuletzt für den Aufbau von IKT-Hightech-Zentren von Weltklasseformat«, heißt es in dem Strategiepapier. Die bei der Finanzierung und der Durchführung der IKT-Forschung beteiligten diversen Interessengruppen müssen also ihre Ressourcen bündeln und im Einklang mit einer gemeinsamen europäischen Strategie arbeiten. Schließlich hält das Strategiepapier fest, dass IKT-Unternehmen die richtigen Bedingungen brauchen, um wachsen und sich entwickeln zu können. Hier kann der öffentliche Sektor die Innovation vorantreiben, indem die Ausnutzung der IKT in allen öffentlichen Diensten in vollem Umfang sichergestellt wird.

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