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24.03.2009 Rudolf Felser

Hightech-Infrastruktur für österreichisches Wissenschaftsnetz

Mit Bandbreiten bis zu 40 mal 10 Gbit/s leistet ACOnet einen wesentlichen Beitrag, Österreichs Wissenschaft für den globalen Wettbewerb fit zu machen.

Das österreichische Wissenschaftsnetz (ACOnet) hat die Leistungsfähigkeit seiner Datenleitungen kräftig erweitert: Die neue ACOnet-Infrastruktur, die von Telekom Austria im Auftrag der Universität Wien in den letzten beiden Jahren errichtet wurde, ist Anfang 2009 erfolgreich in Betrieb gegangen. Mit Bandbreiten bis zu 40 mal 10 Gbit/s leistet ACOnet einen wesentlichen Beitrag, Österreichs Wissenschafter für den globalen Wettbewerb im nächsten Jahrzehnt fit zu machen. Voraussetzung dafür sind durchgehend ausfallsichere Glasfaserverbindungen zur Anbindung aller österreichischen Forschungsstätten sowie die Einbindung in den pan-europäischen Wissenschaftsnetzverbund (GÉANT).

Mit der Erneuerung der ACOnet-Infrastruktur durch Errichtung eines redundanten, wellenlängen-transparenten Glasfaserbackbone sind für die österreichischen Wissenschafter erstklassige und ausfallsichere nationale und internationale Datenverbindungen sichergestellt. Mit diesem neuen ACOnet-Backbone steht für die nächsten zehn bis 15 Jahre eine Hochleistungsinfrastruktur zur Verfügung, die Projekte mit hohen Datenübertragungsvolumen, problemlos und kosteneffizient realisierbar macht, welche bisher schwierig bis unleistbar waren, so die Telekom in einer Aussendung.

"Wissenschaftliche Forschung passiert schon lange nicht mehr in einem geschlossenen Forschungslabor. Höchstleistungsfähige Datenleitungen sind Teil der notwendigen Forschungsbedingungen, um Wissen weltweit austauschen und vernetzen zu können. Die im Internet transferierten Datenvolumina verdoppeln sich nahezu jedes Jahr. Gemeinsam mit der Universität Wien schaffen wir schon heute Verbindungen für morgen und machen das ACOnet fit für die Zukunft", so Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria TA und Marketingvorstand Mobilkom Austria.

"Die großzügig dimensionierten Anbindungen an internationale Wissenschaftsnetze stellen sicher, dass an allen österreichischen Universitäten optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre gegeben sind", freut sich Georg Winckler, Rektor der Universität Wien. Wissenschaftsprojekte orientieren sich längst nicht mehr an nationalen Grenzen. Neue, innovative Forschungserkenntnisse basieren oft auf internationalen Kooperationen, die auch den effizienten Austausch von großen Datenmengen notwendig machen.

"Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt - im internationalen Umfeld gibt es bereits einige Projekte, die sich dedizierter Gigabit- und sogar 10-Gigabit-Übertragungskanäle bedienen", beschreibt Peter Rastl, Leiter des Zentralen Informatikdienst der Universität Wien, die Anforderungen an ein zeitgemäßes Wissenschaftsnetz. "Möglich werden dadurch weltweit verteilte Computer- bzw. Daten-Cluster-Anwendungen (z.B. LHC-Grid in der Hochenergiephysik), die Übertragung von Live-Videostreams in HDTV-Qualität (z.B. Telemedizin), kooperativer Zugriff auf hochwertige Medienbibliotheken, neuartige E-Learning Anwendungen, oder der Remote-Zugriff auf weltweit einzigartige Großgeräte (z.B. Astronomie)."

ACOnet (Austrian Academic Computer Network) ist das österreichische Wissenschaftsnetz für gemeinnützige Einrichtungen der Forschung, Bildung und Kultur, das seinen Teilnehmern Zugang zu anderen Wissenschaftsnetzen und dem Internet bietet. Neben Universitäten und Fachhochschulen nehmen auch Schulen, Museen und Bibliotheken an ACOnet teil. ACOnet wird vom Zentralen Informatikdienst der Universität Wien in Kooperation mit Partnern an allen österreichischen Universitätsstandorten betrieben. Das österreichische Wissenschaftsnetz ACOnet hat 1990 den Betrieb aufgenommen und ist Partner im pan-europäischen Multi-Gigabit-Forschungsnetzwerk Géant, koordiniert von DANTE mit Sitz in Cambridge. ACOnet betreibt Anschlusspunkte in Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Dornbirn, Klagenfurt, Leoben, Graz und Eisenstadt und bereitet derzeit weitere Netzknoten in St. Pölten und Krems vor. (pi/rnf)

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