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02.04.2009 Alex Wolschann

Kapsch CarrierCom schließt Lücke zwischen Telekom und Internet

Kapsch Carriercom will mit einer Telco 2.0-Lösung ein Bindeglied zwischen Telekom und Interent schaffen.

Xing, Facebook, Twitter – das „soziale Netz“ boomt. Im Gegensatz zum „alten“ Internet ermöglicht das Web 2.0 seinen Benutzern verschiedene Dienste einfach und schnell miteinander zu verbinden: So können etwa Fotos oder Videos nun problemlos im eigenen Blog präsentiert werden. Aus technologischen Gründen waren die klassischen Telekom-Anbieter aber bislang von diesem Trend ausgeschlossen.

Mit einer Entwicklung im Umfeld von Telco 2.0 arbeitet Kapsch CarrierCom nun daran, die Lücke zwischen Telekom und Internet zu schließen. Diese neue Technologie erlaubt es etablierte Telekom-Services und bestehende Web-Dienste zu innovativen Applikationen zu verbinden.

„In der Vergangenheit haben Telekom-Unternehmen überwiegend technologiegetrieben agiert. Der Erfolg des Web 2.0 zeigt aber, dass sich vor allem Plattformen durchsetzen, die offen und einfach zu programmieren sind. Diese Systeme ermöglichen es den Entwicklern – basierend auf bestehenden Technologien – schnell und einfach neue Services auf ihre Anforderungen maßgeschneidert zu entwerfen. Mit Telco 2.0 wollen wir für Telekom-Unternehmen eine ähnliche Infrastruktur schaffen“, erklärt Thomas Schöpf, Vorstand von Kapsch CarrierCom, die Idee hinter Telco 2.0.

Im Rahmen des Projekts entwickelt Kapsch CarrierCom Tools für Telekom-Anbieter, die bestehende – aber im Zusammenhang mit Web 2.0 bislang kaum genutzte – Netz-Funktionen für Dritte zugänglich machen. Über diese Framework ist es externen Entwicklern etwa möglich, Präsenzinformationen und geografische Positionsdaten von Mobiltelefonen abzufragen sowie Kommunikationsdienste wie SMS oder Sprachverbindungen direkt zu nutzen.

Telekom-Anbieter schlagen eine Brücke ins Internet Peter Futterknecht, Director Technology & Services bei Kapsch CarrierCom, unterstreicht dabei die Leistungsfähigkeit der heutigen Netze: „Die aktuelle Telekom-Infrastruktur würde eine Vielzahl von Diensten ermöglichen. Bislang werden diese Services aber nur im klassischen Telco-Umfeld genutzt. Der Aufstieg des Web 2.0, der auf offenen Diensten basiert, könnte nun aber einen Paradigmenwechsel einläuten. Mit Telco 2.0 haben Telekom-Unternehmen erstmals die Chance eine Brücke zur florierenden Welt des Internets zu schlagen.“

Die neue Technologie ermöglicht es Telekom-Anbietern die eigene Infrastruktur zu öffnen. Durch die Schaffung einer leicht programmierbaren Plattform erhalten Telcos oder deren Partner einen sicheren Zugang zu den Netz-internen Funktionalitäten und Informationen. Für welche Anwendungen sie diese Daten nutzen, bleibt aber den Endkunden überlassen. Vor allem im Bereich der „Mashups“ sind die Möglichkeiten vielfältig: Durch Telco 2.0 können Telekom-Services problemlos mit Web 2.0-Diensten zu neuen Applikationen verknüpft werden. Denkbar ist dabei eine breite Anwendungspalette, die von Callcenter-Diensten für kleine Unternehmen bis hin zu weltweiten Logistik-Systemen reicht.

Um die Möglichkeiten von Telco 2.0 zu veranschaulichen, hat Kapsch CarrierCom bereits einen ersten Showcase entwickelt. Diese Browser-Anwendung erlaubt es Online Identitäten aus Facebook und Xing mit den geografischen und Präsenzinformationen der Telekom-Netze zu verbinden. Durch das Mashup lässt sich etwa feststellen, ob ein Facebook-Kontakt im Moment per Handy erreichbar ist. Über den offenen Kartendienst OpenStreetMap kann zudem die ungefähre geografische Position des Telefons dargestellt werden. Vielfältige Messaging Dienste erlauben es außerdem, SMS direkt über die Web-Plattform zu verschicken und Anrufe zu tätigen. Gleichzeitig kann das Portal, das als Schnittstelle zwischen Web und Telco fungiert, auch zum Versenden von Emails oder zum direkten Befüllen von Blogs genutzt werden. (AW/pi)

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