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08.04.2009 red

Profit 2.0

Web 2.0 im Business-Umfeld: Das neue Web kann gewinnbringend eingesetzt werden.

Auch Unternehmen ist mittlerweile klar, dass der Einsatz von Web-2.0-Elementen nicht per se zu besser funktionierenden oder neuen Geschäftsmodellen führt. Sie erkennen, dass der Erfolg im Web auf einer neuen Haltung aller Beteiligten basiert. Bei den Konsumenten sind Veränderungen im Informations- und Kaufverhalten voll im Gange. Produzenten und Anbieter passen ihre Verhaltensweisen erst langsam den neuen Marktgegebenheiten an. Allmählich wird erkannt, dass die Nutzung von Web 2.0 eine Öffnung nach außen erfordert und geänderte Rollen- und Aufgabenverteilungen, veränderte Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen oder eine vieldimensionale Vernetzung zur Folge hat.

Fehlende Kenntnis über die Funktionslogik und fehlende Systematik in der Konzeption und Implementierung von Web-2.0-Elementen ließen viele Erwartungen unerfüllt. Die oft praktizierte Strategie, Anwendungen zu kopieren und sie ohne ein eigenes Businesskonzept anzuwenden, war meist von Misserfolg gekennzeichnet. Trotzdem lenkten Erfolgsstories geänderter oder neuer Geschäftsprozesse und -modelle die Aufmerksamkeit vieler Unternehmen auf das Thema.

Den Web-2.0-Innovatoren ist es zu verdanken, dass die Erwartung an das neue Web Hype-Dimension erreichte und viele Unternehmen den Einstieg wagten. Die Analyse der steigenden Anzahl an Erfolgsstories und damit verbundenen Erfahrungen erlaubt es, mehr über die Strukturen zu erfahren. Sie ermöglicht, die Funktionsweisen und Erfolgsgrundsätze zu verstehen. Wie Klaus Tochtermann, Geschäftsführer des Know-Center, und Werner Schachner, Erfolgsdiagnostiker der Succon, in ihrem Fachbuch «corporate web 2.0 band II» zeigen, lassen sich organisations- und situationsspezifische Handlungsempfehlungen für die profitable Nutzung ableiten.

KLARE STRATEGIEN Derzeit lässt sich beobachten, dass Web-2.0-Anwendungen im Businessumfeld zunehmend auf klaren Konzepten und Strategien beruhen. Auch werden die Potenziale des Web für die Geschäftswelt wesentlich realistischer beurteilt als noch vor Kurzem. Dies lässt sich auch mit dem aktuellen Hype Cycle for Emerging Technologies der Gartner Group belegen: Web 2.0 hat hier den »Gipfel der überzogenen Erwartungen« weit überschritten und befindet sich kurz vor der Talsohle der Konsolidierung.

Künftige Geschäftsmodelle werden vermehrt Elemente wie Blogs, Wikis oder Social-Networking-Komponenten als integrativen Bestandteil aufweisen. Hinsichtlich der geforderten Vernetzung von Daten wird die Bedeutung semantischer Technologien weiter steigen. Web 2.0 wird verstärkt der Kollaboration dienen. Das Web wird dabei, im Gegensatz zu früher, in sämtlichen Bereichen der Wertschöpfungskette zum Einsatz kommen. Selbst die aktuelle Wirtschaftslage wird den im »Forrester´s Global Enterprise Web 2.0 Market Forecast: 2007 to 2013« prognostizierten Anstieg der Ausgaben für Web-2.0-Anwendungen auf 4,6 Milliarden Dollar bis 2013 nicht stoppen, sondern lediglich verlangsamen können.

Die explosionsartige Entwicklung des Web zeigt immer deutlicher, dass die Struktur des Internet für Größenordnungen, wie wir sie heute erleben und künftig erwarten, nicht dimensioniert ist (bis 2012 wird etwa eine Versechsfachung des Datenverkehrsvolumens im Internet prognostiziert). Unter dem Begriff »Future Internet« wird deshalb an einer gänzlich neuen Netzarchitektur für das Internet der Zukunft entwickelt.

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