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14.04.2009 apa/Rudolf Felser

SAP Österreich will Marktführerschaft ausbauen

Die Wirtschaftskrise als Chance und Herausforderung für Wachstum, so sieht der Geschäftsführer von SAP Österreich, Andreas Muther, die aktuelle Lage.

Die Wirtschaftskrise als Chance und Herausforderung für Wachstum, so sieht der seit Jahresbeginn tätige Geschäftsführer von SAP Österreich, Andreas Muther, die aktuelle Lage. "Wir wollen heuer Marktanteile erhöhen, gerade in der Krise", erläutert Muther im Gespräch mit der APA. Da SAP nach den meisten Analysen in Österreich Marktführer sei, wolle das Unternehmen also die Marktführerschaft noch ausbauen.

Bei diesem Vorhaben sieht der gebürtige Vorarlberger zwei Vorteile für SAP: Das breite Angebot an Business-Software, die mit Lösungen speziell zur aktuellen Lage bei den Kunden punkten könne. Und gerade in unsicheren Zeiten suchten Kunden einen stabilen und zuverlässigen Partner, das könne die Großen wie SAP begünstigen.

POTENZIAL FÜR BUSINESS-SOFTWARE Gefragt seien derzeit alle Produkte, die den Unternehmen helfen, ihr Geschäft in den Griff zu bekommen - Reporting, Analysen und Prognose-Tools. Über derartige Datenauswertungen könnten Potenziale erkannt und dadurch das Business Management unterstützt werden. Weiters würden auch Tools zu neuen Compliance-Regelungen gut angenommen. Bei der Internationalisierung der Finanzmarktaufsicht sieht Muther noch großes Potenzial für Business-Software.

Am Software-Markt wendet sich SAP hierzulande nicht nur an Großkunden, sondern will sich seit einigen Jahren auch im Mittelstand verstärkt platzieren. "Mittelstandskunden sind ein Wachstumsmarkt", meint Muther, der selber 2005 die damals neu gegründete Business Unit Mittelstand übernahm und ein eigenes Mittelstands-Vertriebsmodell für den österreichischen Markt entwickelte.

WIRTSCHAFSTKRISE = VERTRAUENSKRISE Eine Prognose über die Dauer der Krise will Muther nicht abgeben, er sieht sich aber als Optimisten. Die derzeitige Wirtschaftskrise sei auch eine "Vertrauenskrise" mit fataler Eigendynamik: "Die Unternehmen sparen sich gegenseitig spiralartig nach unten". Wenn sich die Börsen wieder erholen und mit einer Aufwärtstendenz Hoffnung in den Markt bringen, könnte aber schon Ende des Jahres die Tendenz wieder nach oben gehen.

Ganz kann sich auch der Software-Anbieter der Krise nicht entziehen. So wie alle anderen Landesorganisationen fährt auch SAP Österreich seit vergangenem Oktober ein Sparprogramm. Dabei sollen bei nicht unmittelbar kundenspezifischen Ausgaben Kosten gespart werden. Seit längerem wurden auch offene Stellen nicht nachbesetzt.

Der Mitarbeiterstand bei SAP Österreich halte derzeit "auf gutem Niveau", Stellenabbau sei nicht geplant, versicherte Muther. Derzeit arbeiten 450 Mitarbeiter bei SAP Österreich, davon sind rund 220 direkt für den österreichischen Markt tätig.

EMPFEHLUNG FÜR BERUFSFELD IT Obwohl die Jobaussichten für Berufsanfänger derzeit auch bei SAP nicht rosig sind, rät Muther jungen Menschen auf jeden Fall zum Berufsfeld IT. Als ideale Kombination sieht er Wirtschaft und IT, denn dieses Know-how werde in vielen Firmen gesucht. Mit den Studien Informatik, Betriebs- und Wirtschaftsinformatik gebe es weiterhin viele Möglichkeiten, so der 40-Jährige, der selbst Wirtschaftsinformatik studiert hat. Auch Internationalität in Ausbildung bzw. Berufsweg sei sicher von Vorteil, besonders für Managementfunktionen. Manche Kunden würden schon in der Auftragsausschreibung gute Englischkenntnisse von den Projektmitarbeitern verlangen.

Ungelöst ist der Konflikt des Unternehmens mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), die im Februar gegen SAP Österreich eine Aufsichtsbeschwerde bei der Wirtschaftskammer Wien eingebracht hat. Grund ist eine nach Ansicht der Gewerkschaft falsche Zuordnung des Unternehmens in den Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT), was für die Beschäftigten geringere Entlohnung bedeute. Tatsächlich übe SAP industrielle Informationstechnologie-Dienstleistungen im Sinne des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie aus. Anders sieht dies der Geschäftsführer: "Wir sind kein produzierendes Gewerbe, sondern wir bieten Software-Dienstleistungen an", erläutert Muther die SAP-Sicht. Der Gewerkschaft offeriert er "klärende Gespräche". (apa)

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