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22.04.2009 Michaela Holy

Gender Mainstreaming an der FH Campus Wien

Für technische Studiengänge erarbeitet, soll das Konzept für Gleichberechtigung fachhochschul-weit angewendet werden.

Als eine der ersten Fachhochschulen österreichweit verankert die FH Campus Wien "Gender Mainstreaming" durchgängig in den Bereichen Lehre, Forschung und Entwicklung. Das Ziel ist, mit Gender Mainstreaming Inhalte zu verbessern. Der erste Anwendungsfall ist der Studiengang "High Tech Manufacturing".

Gender Mainstreaming ist eine EU-weit festgelegte Strategie, um die Gleichstellung von Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen. Die Geschlechterperspektive soll auch an Hochschulen in alle Aktivitäten und Maßnahmen mit einbezogen werden. Soweit die Theorie, in der Realität haben viele diese Strategie bisher nur punktuell verfolgt.

Für das Projekt "Gender in Process" im Rahmen der Fachhochschul Förderrichtlinie 2005 wurden an der FH Campus Wien fachhochschulweite Prozesse aufgesetzt. Diese schaffen den Rahmen, um Studiengänge gendergerecht zu entwickeln und Forschungs- und Entwicklungsprojekte gendergerecht zu planen und durchzuführen. Schulungen und Trainings der Studiengangsleiter, Lehrenden und Mitarbeiter haben dazu beigetragen, FH-weite Gender-Kompetenz aufzubauen. Konkret werden im Zuge der Entwicklung von Studiengängen unterschiedliche Zugänge von Frauen und Männern bereits bei der Bedarfsanalyse, der Darstellung von Berufsfeldern, der Zusammenstellung des Entwicklungsteams und dem Aufbau der einzelnen Lehrveranstaltungen berücksichtigt.

Die Prozesse wurden mit Fokus auf technische Studiengänge erarbeitet, sind jedoch zukünftig FH-weit anzuwenden. "Letztlich erhalten Studierende eine gendergerechte Ausbildung und gleichzeitig Wissen über Gender", freut sich Projektleiterin Susanna Boldrino über die doppelte Wirkung des kürzlich beendeten Projekts.

An der FH Campus Wien gibt es seit 2004, dem Beginn ihres Bestehens, erfolgreiche Maßnahmen im Bereich "Gender Mainstreaming" mit dem Ziel, geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu beseitigen. Dazu gehören die Einrichtung einer Stabstelle Gender Mainstreaming und Diversity Management, die Herausgabe eines Sprachleitfadens, das Schulprojekt "Die Technik ist weiblich", Beratungs- und Infoangebote für Schüler, regelmäßige Veranstaltungen des Gendersalons oder als Werkzeug für Lehrende die Publikation »Eine Formel bleibt eine Formel. Gender- und diversitygerechte Didaktik an Hochschulen – ein intersektionaler Ansatz«, der das zweijährige Projekt formell beendet. Damit soll das gewonnene Know-how intern gefestigt, aber auch anderen Hochschulinstitutionen zur Verfügung gestellt werden.

Neben "Gender in Process" fördert die Stadt Wien im Rahmen der Fachhochschul Förderrichtlinie 2005 an der FH Campus Wien noch die Entwicklung eines gleichstellungsorientierten Gehaltsschemas und den Aufbau von Genderkompetenz im Studiengang "Integriertes Sicherheitsmanagement".

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