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22.04.2009 Christof Baumgartner

Breitband ohne Förderung?

Alternative Betreiber versus Telekom Austria.

Einig sind sich die heimischen Telekommunikationsunternehmen nur darin, dass ein Breitbandausbau geschehen muss. Aber wie dieser vonstatten gehen beziehungsweise finanziert werden soll, darüber herrscht Zwietracht wie einst beim Turmbau zu Babel. Die Telekom Austria (TA) verlautbarte kürzlich, dass man für den Ausbau des Glasfasernetzes gerne staatliche Gelder in die Hand nehmen würde und forderte »regulatorische Rahmenbedingungen« dafür.

Dagegen spricht sich aber der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) aus. Laut VAT-Präsident und Hutchison-Austria-Chef Berthold Thoma würde das zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Provider wie Hutchison hätten 300 Millionen Euro ohne staatliche Hilfe in ländliches Mobilfunk-Breitband investiert, im Vertrauen darauf, dass sie ihr Geld zurückverdienen können. Bei Festnetzsubventionen müssten sie auf unfairer Kostenbasis konkurrieren, so Thoma.

Hintergrund ist, dass immer weniger Kunden das Festnetz nutzen und die TA dem mit schnellen Festnetzinternetverbindungen entgegen wirken will. Laut TA wäre mindestens eine Milliarde Euro notwendig, um die Infrastruktur auch im ländlichen Raum adäquat auszubauen. »Ohne Unterstützung durch die öffentliche Hand droht ein Digital Gap zwischen Stadt und ländlichen Raum, da die wirtschaftlichen Voraussetzungen des Breitbandausbaus am Land nicht gegeben sind«, warnte TA-Sprecher Martin Bredl.

Die Internet Service Providers Austria (ISPA) fordern im Zuge der Diskussion die Schaffung eines »Open Access«, der von einer eigenen Infrastrukturgesellschaft verwaltet werden sollte. Von dieser Infrastrukturgesellschaft könnten dann alle Marktteilnehmer Vorleistungen zu gleichen Bedingungen zukaufen. »Es würde ein offenes Wettbewerbsklima geschaffen werden, in dem sich der Breitbandmarkt wirklich zu einem PS-starken Wirtschaftsmotor entwickeln könnte«, so ISPA-Generalsekretär Andreas Wildberger.

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