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03.09.2012 :: Printausgabe 18/2012 :: Alex Wolschann +Premium Content

IFA bricht die eigenen Rekorde

Die größte europäische Messe für Unterhaltungselektronik dürfte sich auch 2012 vermehrt den Fernsehern und Smartphones widmen. Die Stände der Aussteller sind seit Monaten ausgebucht.

© IFA





Zum Start der sechstägigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin gaben sich die Messebetreiber auch in diesem Jahr gewohnt optimistisch. Bereits 2011 war die Ausstellung unter dem Funkturm in Berlin frühzeitig ausgebucht, diesmal hat man erneut bei der vermieteten Fläche zugelegt, halbleere Hallen hat es aber auch heuer nicht geben. Es wurden noch einmal rund 50 Prozent mehr Fachbesucher aus dem Ausland erwartet, die Standfläche war wieder restlos ausverkauft. Auf besonders großes Interesse stießen Smart-TV, also Fernseher, die mit dem Internet verbunden sind, und sich inzwischen auch über Tablet oder Smartphone steuern lassen. 

Dabei steht die Branche der Unterhaltungselektronik unter erheblichem Druck. Schwergewichte wie Sharp und Sony rutschten zuletzt tief in die roten Zahlen. Philips lagerte die Produktion und Vermarktung seiner Fernseher in ein Joint Venture aus. Die Produktion von Displays für Flachbildfernseher und Monitore ist teuer, der Absatz blieb allerdings weltweit hinter den Erwartungen zurück. Zugleich tobt in der Branche der Unterhaltungselektronik ein anhaltend harter Preiskampf, der vielen Unternehmen zu schaffen macht. 

Neue TV-Modelle mit verbesserter Technologie und größeren Displays sind traditionell die Flaggschiffe der IFA. Erste Geräte mit der neuen Display-Technologie OLED, die etwa LG Electronics und Samsung im Gepäck haben, geben das Fernsehbild künftig noch kontrastreicher und brillanter wieder. Unter anderem hatte Sony die Technologie für die Produktion der dünnen Displays lange vorangetrieben, wegen der hohen Entwicklungskosten allerdings vor einigen Jahren eingestellt. Die hauchdünnen organischen Displays – LG stellt einen Flachbildfernseher mit vier Millimeter dünnem Bildschirm vor – können inzwischen auch in großen Größen mit höheren Stückzahlen hergestellt werden und sollen zunächst im gehobenen Preissegment auf den Markt kommen. 

KEIN SPAREN BEI ELEKTRONIK

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres hat die Branche mit 3,1 Mrd. Euro insgesamt 13,8 Prozent mehr Umsatz erzielt als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Die Branche profitiert derzeit aber auch von dem erfreulichen Umstand, dass selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise und knapper Kassen die Verbraucher eher auf Restaurant-Besuche verzichten oder am Auto und am Urlaub sparen als an Unterhaltungselektronik. Das zumindest ergab jüngst eine Studie der Fachhändler-Vertriebsorganisation Euronics. 

Smartphones und Tablets rücken auch immer mehr auf die IFA-Stände vor. Vor ein paar Jahren war noch der Mobile World Congress für diese Geräte reserviert. Die Consumerization der IT und die Beliebtheit der Smartphones und Tablets im Massenmarkt haben die Geräte nun auch auf IFA und Cebit gebracht. Während Smartphones mit Android und iOS derzeit den Markt absolut beherrschen, steht Microsoft mit seinem neuen Windows Phone 8 in den Startlöchern. 

Der Microsoft-Partner Nokia hat bereits für den 5. September, den letzten Tag der IFA, eine Pressekonferenz in New York anberaumt. Der finnische Smartphone-Nachzügler könnte dort mit der Ankündigung eines Windows-8-Geräts Apple und dessen zu einem ähnlichem Termin erwarteten,  iPhone 5 zuvorkommen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass möglicherweise auch andere Hersteller die IFA nutzen, um dort ihre Windows-Phone-8-Modelle zu präsentieren.

Im vergangenen Jahr belief sich die geschätzte Auftragssumme der IFA-Aussteller auf 3,7 Mrd. Euro. Rund 238.000 Menschen strömten durch die Hallen, darunter knapp 133.000 Fachbesucher. 

UNTERNEHMEN VON IFA ÜBERZEUGT

Die Branche zeigt sich jedenfalls trotz der Probleme vieler Fachmessen vom Nutzen der IFA überzeugt: »Die IFA ist sowohl für die Unterhaltungselektronik, als auch für die Consumer-IT zu einem der wichtigsten Hot Spots des Jahres geworden. Toshiba lässt IT und Unterhaltungselektronik enger zusammenwachsen und deswegen sehen wir es als einen großen Vorteil, bei dieser Messe präsent zu sein«, erklärt etwa Toshiba-Geschäftsführer Hannes Shipany, der auch die Bedeutung für das Weihnachtsgeschäft hervorhebt: »Alle wichtigen Entscheider auf Kundenseite sind auf der IFA, somit können nicht nur Deals für das kommende Weihnachtsgeschäft abgeschlossen, sondern auch wichtige und geschätze Kontakte gepflegt werden.« 

Einen etwas anderen Weg geht traditionell HP: »Wie schon in den Vorjahren hat HP sich dafür entschlossen, die neuen Computing- und Printing-Lösungen nicht direkt auf dem Messegelände, sondern in einem separaten Rahmen zu präsentieren,« erklärt HP-Österreich Pressesprecherin Barbara Werwendt. (aw)

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