Vierte Ausgabe der Vienna-Tec mit "ungebrochenem Zuspruch" Vierte Ausgabe der Vienna-Tec mit "ungebrochenem Zuspruch" - Computerwelt

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16.10.2012 Michaela Holy/pi

Vierte Ausgabe der Vienna-Tec mit "ungebrochenem Zuspruch"

Kürzlich ging die Vienna-Tec 2012, Österreichs größte internationale Fachmesse für Industrie und Gewerbe, über die Bühne. 563 Direktaussteller und 533 zusätzlich vertretene Unternehmen aus 31 Ländern präsentierten bei den sechs unter dem Markendach der Vienna-Tec vereinten Fachmessen ihre Innovationen und Angebote.

Vierte Ausgabe der Vienna-Tec mit "ungebrochenem Zuspruch"

© Reed Exhibitions/Christian Husar

Den größten Anteil bei den Ausstellern hatten österreichische Firmen (insgesamt 379), gefolgt von deutschen Unternehmen (116), Ausstellern aus der Russischen Föderation (18) und der Tschechischen Republik (16). Aber auch Unternehmen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Slowakei, Slowenien, Ungarn und vielen anderen Ländern waren bei der Vienna-Tec 2012 vertreten. Von den insgesamt 27.286 Fachbesuchern kamen zehn Prozent aus dem Ausland, EU- und Nicht-EU-Ländern wie dem eurasischen Raum und sogar aus Übersee.

Trotz des zehnprozentigen Besucherrückganges gegenüber der vorangegangenen Ausgabe vor zwei Jahren haben Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien und die Aussteller eine positive Bilanz gezogen. "Der Rückgang betrifft in erster Linie den Automatisierungsbereich, in dem einige internationale Firmen dieses Mal nicht vertreten waren oder nur mit einem reduzierten Auftritt präsent waren", so Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Reed Exhibitions Messe Wien. "Alle anderen Bereiche erfreuten sich ungebrochenen Zuspruchs, so dass Stimmung und Verlauf insgesamt positiv zu bewerten sind".

Insbesondere sieht der Veranstalter ein Erfolgsmoment darin, dass die Vienna-Tec ihren Fokus über die CEE- und SEE-Staaten hinausgehend bis nach Eurasien - mit dem Akzent auf der Russischen Föderation - erweitern konnte. "Die kontinuierliche Aufbauarbeit des CEE- und SEE-Fokus, seit dem Start der Vienna-Tec vor sechs Jahren, trägt nun ihre Früchte. Wir hatten noch nie so viele Aussteller und Fachbesucher, darunter hochrangige Delegationen, aus diesen Ländern wie 2012", freut sich Matthias Limbeck und fügt hinzu: "Damit wird die Vienna-Tec mehr denn je ihrem Ziel gerecht, den Brückenschlag zwischen Österreich und seinen starken internationalen Wirtschaftspartnern herzustellen. Des Weiteren löst die Vienna-Tec damit viele Impulse für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe aus und ermöglicht gute Kontakte und Geschäfte."

Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien hatte zusammen mit seinem Partner Viatcheslav Konchine vom Prager Unternehmen Schwarz & Partner ein speziell auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und den CEE-, SEE-Regionen und Eurasien zugeschnittenes Rahmenprogramm geschaffen. Dazu gehörte die Einbindung und Teilnahme von internationalen Delegationen, Veranstaltungen wie b2b-Kooperationsbörsen ebenso wie Networking-Veranstaltungen zumBeispiel für das diplomatische Corps.

Im Rahmen der Vienna-Tec-Sonderschau "Innovationen, Investitionen und Kooperationen - Regionen der Russischen Föderation" stellten sich die Regionen Omsk, Tula, Wolgograd, Moskau und die Republik Tschuwaschien erstmals in Österreich vor, hinzu kamen Messeauftritte der Stadt St. Petersburg und des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums der Russischen Föderation. Darüber hinaus besuchten Delegationen aus mehr als zehn anderen Regionen der Russischen Föderation die Messe, u.a. aus West- und Zentral-Sibirien, Süd-Ural, Wolga-Gebiet und aus Zentralrussland. Außerdem waren hochkarätige Fachbesucherdelegationen aus der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Ukraine, Belarus und aus Kasachstan zur Vienna-Tec nach Wien gekommen.

UMFASSENDES RAHMENPROGRAMM
Das Rahmenprogramm der Vienna-Tec bot den Fachbesuchern in den Messehallen und des daran anschließenden Congress Centers Veranstaltungen und Präsentationen, die vertiefend auf aktuelle Themen von Industrie und Gewerbe eingingen. So z.B. in der "Innovation Mall", bei der Bildungs- und Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Konzepte und Lösungen für Industrie und Gewerbe präsentieren. Schauplatz war die attraktive "Mall" zwischen dem Congress Center der Messe Wien und den vier Messehallen.

Den Nachwuchs zu fördern ist ein großes Anliegen nicht nur der heimischen Industrie, sondern auch des Vienna-Tec-Veranstalters. Deshalb wurde heuer noch intensiver an der Präsentation von Aus- und Weiterbildungsangeboten gefeilt. Das Ergebnis waren zahlreiche thematisch abgestimmte Sonderschauen, die vor allem das Interesse der Jugendlichen an Technik und Industrie wecken sollten. Für Eveline Sigl, die zum letzten Mal als Messeleiterin für die Vienna-Tec verantwortlich zeichnete und sich zu Jahresende in den Ruhestand verabschieden wird, ein Herzensanliegen: "Auch der Berufsnachwuchs sollte von der Vienna-Tec profitieren, Vertrauen in die Branche und Vertrauen in die Berufswahl gewinnen - kurzum: einen Eindruck davon bekommen, was es heißt, erfolgreich in technischen Berufen zu sein." Dazu gab es, neben Präsentationen von Ausstellern, eine Reihe von Sonderschauen und Begleitveranstaltungen im Programm derVienna-Tec.

Nicht nur nach Auffassung von Veranstalter Reed Exhibitions, auch aus Sicht der Aussteller ist die Vienna-Tec 2012 erfolgreich verlaufen. Harald Scharner von Air Liquide Austria lobte besonders die hohe Qualität der Vienna-Tec-Fachbesucher: "Wir freuen uns besonders über die fachlich sehr hochwertigen Besucher an unserem Messestand und die vielen durchwegs positiven Kontakte. Wir sind 2014 mit Sicherheit wieder dabei und werden uns, wie auch heuer, intensiv auf die Teilnahme an der Vienna-Tec vorbereiten."

Auch Bernd Müller, Produktmanager bei Lista Austria, unterstrich, dass er und sein Team zufrieden über die sehr gutenGespräche gewesen seien. "Fast alle bestehenden Kunden waren da. Auch einige Neukunden konnten wir gewinnen und von unseren Neuheiten überzeugen." Überhaupt sei es besonders wichtig bei einer Gelegenheit wie der Vienna-Tec Neuheiten zu zeigen, so Bernd Müller, um die Erwartungen von sowohl Stamm- als auch Neukunden entsprechend zu bedienen.

Thomas Eder, Vertriebsleiter Österreich von FANUC Robotics, die erstmals bei der Vienna-Tec vertreten waren, sagte: "Die Entscheidung auf der Vienna-Tec erstmalig selbst auszustellen war für uns absolut richtig. Gemeinsam mit unseren Systempartnern konnten wir einen überzeugenden Auftritt gestalten und ein wichtiges Signal im Mark setzen. Die Vienna-Tec bot uns die richtige Plattform um auf dem österreichischen Markt sowohl bestehende Kontakte zu pflegen, als auch neue Kundenkontakte aufnehmen zu können."

Entsprechend der positiven Einschätzung, fielen auch die Resultate der Besucherbefragung durch das unabhängige Linzer market Institut überaus erfreulich aus. Denn 86,3 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Fachmesse insgesamt sehr zufrieden. Noch mehr, nämlich 89,7 Prozent, gaben an, die Vienna-Tec Geschäftspartnern als Informationsplattform weiterempfehlen zu wollen. Drei Viertel erklärten zudem, vom Messebesuch stark profitiert zu haben. 62,6 Prozent berichteten, neue Produkte entdeckt, und 47,5 Prozent, neue Anbieter gefunden zu haben. Beachtlich viele Fachbesucher (18,7 Prozent) nutzten die Messe zudem dazu, vor Ort Einkäufe oder Bestellungen zu tätigen, und 20,9 Prozent erklärten, dieses aufgrund des Messebesuchs zu einem späteren Zeitpunkt tun zu wollen.

Die Mehrheit der Fachbesucher repräsentierte international tätige Unternehmen, das Verhältnis von international aktiven und national orientierten Betrieben beträgt somit in etwa 3 : 2. Weshalb der Auskunft der befragten Messebesucher zur wirtschaftlichen Situation und Zukunftseinschätzung durchaus Gewicht zukommt. Mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Branche zeigten sich 63,5 Prozent sehr zufrieden, und deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent, erwartet in den kommenden 12 Monaten eine merkliche Verbesserung der Entwicklung.

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