Kennzahlenvergleiche durch IT-Benchmarking Kennzahlenvergleiche durch IT-Benchmarking - Computerwelt

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23.01.2013 Michaela Holy

Kennzahlenvergleiche durch IT-Benchmarking

Zu wissen, wie man in bestimmten Bereichen im Gegensatz zu anderen Unternehmen aufgestellt ist, bringt Vorteile, denn daraus ­lassen sich erfolgreich Strategien ableiten. Consigma bietet eine Benchmarking-Plattform für IT-Organisationen.

Kennzahlenvergleiche durch IT-Benchmarking

Cite-Benchmarking macht Kennzahlenvergleiche möglich.

© Consigma

Die unabhängige Online-Benchmarking-Plattform CITE (Consigma IT Excellence) ermöglicht es Unternehmen, ihre IT-Kennzahlen mit jenen von ­Unternehmen der selben Branche in verschiedenen Bereichen zu vergleichen. Die Plattform ist die Weiterentwicklung der IT-Umfrage, die 2010 bis 2012 erstellt wurde, und laut Philip Weihs, Mitgründer des Beratungshauses Consigma, »zu oberflächlich« war. »Mit der Benchmarking-Plattform können wir eine solche Datenanalyse vertiefend anbieten«, so Weihs, der IT-Entscheidern damit bessere Entscheidungsgrundlagen liefern möchte, im Gespräch mit der COMPUTERWELT. Die erste Möglichkeit für IT-Entscheider, das eigene Unternehmen mit anderen zu vergleichen, war im Bereich IT-Personal. Bis zum Ende des Jahres werden noch weitere Module (z.B. TCO IT-Endanwenderarbeitsplatz, Rechenzentrum/-service, IT-Sicherheit, Software-Lizenzen, IT-Anwenderzufriedenheit) in regelmäßigen Abständen freigeschalten. Nach  der jeweiligen Auswertung durch Consigma stehen jeweils allen Teilnehmern die persönlichen Reports anonymisiert zur Verfügung.

Der Bereich IT-Personal wurde als erster abgefragt, weil bei der letzten IT-Umfrage dieses Thema als wesentlichster Kostenpunkt angegeben wurde und sich die Teilnehmer darin benchmarken wollten. Von mehr als 60 Teilnehmern haben 43 Unternehmen das Modul vollständig ausgefüllt, davon kommen etwa 70 Prozent aus dem Mittelstand (der jährliche Bruttoumsatz liegt bei 50 bis 250 Millionen Euro).Die CIO-Gehälter (jährliches Bruttogehalt) liegen im Schnitt bei knapp 100.000 Euro und skalieren signifikant mit der Höhe des IT-Budgets. Die jährlichen Bruttogehälter unterhalb der IT-Führungsebene und auch die Netto-Tagessätze externer Dienstleister der einzelnen Jobrollen (z. B. Netz-Administrator, Java-Entwickler, Projektleiter) variieren ebenfalls erheblich. Der Maximalwert einer Jobrolle bei gleichem Erfahrungsgrad liegt in vielen Fällen beim Doppelten des Minimumwertes.

Der IT-Mitarbeiterstand bei den teilnehmenden Unternehmen bleibt größtenteils gleich, nur wenige Unternehmen reduzieren, etwa 20 Prozent nehmen zusätzliche Mitarbeiter auf. Der jeweilige Kollektivvertrag spielt dabei aber eine untergeordnete Rolle – für 80 Prozent der Benchmarking-Teilnehmer orientieren sich die Gehälter nur nach dem Markt. In den Analysen zum IT-Personal, die als individualisiertes PDF downloadbar sind, wurden neben den Gehaltsbandbreiten von internen IT-Mitarbeitern und den Tagsätzen für externe Dienstleister auch Fluktuationsraten, Organisationsstruktur, Tendenzen bei Outsourcing beziehungsweise Near-/Offshoring, Führungsspannen und noch einiges mehr durchleuchtet.

IT-Benchmarking bei Consigma ist bis Mitte 2013 generell kostenfrei, danach wird ein jährlicher Mitgliedsbeitrag, basierend auf der Unternehmensgröße, eingehoben. Dieser Betrag stünde allerdings in keiner Relation zu anderen Anbietern, so Weihs: »Bei Gartner beispielsweise fängt ein vergleichsweises Benchmarking-Projekt bei zigtausend Euro an, und auch kleinere Benchmarking-Unternehmen kosten 10.000 bis 20.000 Euro. Das Problem ist der damit verbundene Beratungsaufwand, ohne den es dort nicht geht. Die leben von Einzelprojekten«, sagt Philip Weihs, »der Vorteil bei uns liegt im geringeren Aufwand: Die Unternehmen tragen ihre Daten auf der ZIT-geförderten Plattform Cite-Benchmarking selbst ein, Consigma führt danach Plausibilitätschecks und Qualitätstests durch, bevor die Ergebnisse automatisiert ausgewertet und als personalisierte PDF den Teilnehmern über die Plattform zur Verfügung gestellt werden. Die Daten sind außerdem für österreichische Unternehmen wertvoller, weil sie den österreichischen Markt repräsentieren«, sagt Weihs. Darüber hinaus unterstützen unabhängige Experten bei der Interpretation der Ergebnisse, und natürlich sei Consigma auch der Geheimhaltung verpflichtet.

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