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28.01.2013 Michaela Holy

Neuer IT-Cluster stärkt Oberösterreich

Mit Beginn des heurigen Jahres wird der Informationstechnologie-Cluster (IT-Cluster, ITC) der Clusterland Oberösterreich ins Leben gerufen. Robert Stubenrauch wird als Manager des ITC Unternehmen der oberösterreichischen IT-Branche zur Zusammenarbeit ins Clusternetzwerk holen.

© IT-Cluster

"Er soll die Stärken der oberösterreichischen IT-Wirtschaft bündeln, um damit bewusst und sichtbar zu machen, dass die IT ein wesentlicher Motor unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung ist", sagt Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl über die Motivation des Landes OÖ zur Gründung der insgesamt neun Cluster- und drei Netzwerk-Initiativen.

Robert Stubenrauch wird als Manager des neuen IT-Clusters Unternehmen der oberösterreichischen IT-Branche zur aktiven Arbeit und Zusammenarbeit ins Clusternetzwerk holen. Das Arbeitsprogramm des Clusters umfasst sowohl die Kernbereiche der IT als auch die Grenzbereiche zu anderen Disziplinen.

Der ITC soll alle Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich der Hardware, der Software, der Telekommunikation (IKT) sowie mit besonderem Stellenwert auch die Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen ansprechen und für eine Partnerschaft gewinnen, um einen nachhaltigen Mehrwert zu generieren. Es swei ichtig, dass sich die oberösterreichischen IKT-Betriebe untereinander in einem starken Netzwerk verbinden, um die internationalen Marktchancen drastisch zu vergrößern und die Marke "IKT Oberösterreich" weltweit bekannt zu machen, so der Tenor.

Dank Clusterinitiativen können für eigene Projekte schneller Kooperationspartner gefunden und eventuell fehlendes Know-how für Innovationen "angezapft" werden. Mit dem IT-Cluster und den daraus entstehenden Kooperationen wächst in Oberösterreich das Potenzial, im Wettbewerb um internationale Projekte mitzumischen. "Der neue IT-Cluster macht damit bewusst und sichtbar: Die IT ist eine Schlüsseltechnologie und ein wesentlicher Motor unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Sie ist heute in allen Bereichen zu finden und wird gerade deshalb als eigenständige Branche oft nicht wahrgenommen. Als Innovationstreiberin ist die IT aber eine wichtige Säule unseres Wohlstandes", so Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl.

Sigl zeigt auch die Bedeutung der IT-Branche für die oberösterreichische Wirtschaft auf: Demnach kmmen 50 Prozent der Innovationskraft und fünf Prozent der Wertschöpfung aus der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), knapp fünf Prozent der oberösterreichischen Betriebe sind der IKT-Branche zuzuordnen und über zehn Prozent der Beschäftigten sind im IKT-Sektor tätig. Damit liegt Oberösterreich an zweiter Stelle hinter Wien.    

Für die Attraktivität eines Standortes entscheidend sind u.a. die Verfügbarkeit hoch qualifizierter Fachkräfte und der Grad der internationalen Sichtbarkeit. Immer mehr Unternehmen würden die guten Voraussetzungen in diesem Bundesland erkennen und sich hier ansiedeln. "Der ITC wird das hier entstehende Stärkefeld sichtbar machen und ein weiteres Wachsen fördern. Er unterstützt aktiv und agiert national sowie international als Sprachrohr der Branche. Das stärkt die Region auch im internationalen Feld bedeutend", erklärt der Wirtschaftslandesrat weiter.

Laut Wirtschaftslandesrat Sigl habe Oberösterreich mit dem Softwarepark Hagenberg einen "Leuchtturm" in der IT: wirtschaftliche Innovationskraft, die auf den starken Säulen der Forschung und Ausbildung der JKU-Institute und der FH/Campus Hagenberg basiert. Wie hier Kooperation auf vielfältige Weise in Innovation münde, könne als Muster gelten. "Mit den bewährten Methoden der Clusterland OÖ GmbH wird dieses Modell nun auf die gesamte oberösterreichische IT-Branche ausgerollt", sagt Sigl.

"Es war höchste Zeit, der oberösterreichischen IT-Branche eine partnerschaftliche Clusterstruktur als Stütze zu geben. IT-Unternehmen sind oft klein und mit besonders starken Innovationsansprüchen konfrontiert. In solch einem Umfeld kann Kooperation enorme unternehmerische Entwicklungsschübe auslösen. Je stärker sich dabei die Clustermitglieder aktiv einbringen, desto stärker ist dieser Effekt. Das in der Clusterland OÖ reichlich vorhandene Know-how zu Methoden der innovationsfördernden Kooperation wird nun auch der IT-Branche zugutekommen. Wir werden sehr aufmerksam die speziellen Anforderungen der Branche erheben, darauf eingehen und deren Stärkefelder ansprechen", so Clustermanager Robert Stubenrauch.

"Durch die Kleinkörnigkeit der IKT-Wirtschaft in Oberösterreich wurde die Wichtigkeit dieses unverzichtbaren Zukunftsbereiches nicht schnell genug erkannt. Umso mehr freut es mich, dass jetzt ein IT-Cluster mit Energie und Fantasie ins Leben gerufen wird. Als Leiter des JKU Softwareparks Hagenberg bin ich auch besonders erfreut darüber, dass das Büro des Clusters im Softwarepark Hagenberg eingerichtet wird, weil damit eine intensive Synergie der Firmen im Cluster mit den vielfältigen Einrichtungen und Funktionen im Softwarepark möglich wird und umgekehrt der Softwarepark mithelfen kann, den neuen Cluster mit großer Dynamik rasch in Bewegung zu setzen. Ich setze mich auch dafür ein, dass in diesem Cluster die Forschung und akademische Ausbildung als integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette eingebunden wird um zu gewährleisten, dass das volle Innovationspotenzial über den Cluster in die Wirtschaft fließen kann", erklärt Bruno Buchberger, Leiter des Softwareparks Hagenberg.

ERSTE AKTIVITÄTEN DES ITC
Bei einem Workshop mit Vertretern von Hagenberger IT-Unternehmen und der FH Hagenberg wurden folgende Themen herausgearbeitet, zu denen innovative Lösungsansätze gefordert sind: Kooperation, Ausbildung/HR, Marktorientierung sowie Awareness von IT und IT-Branche. Derartige Inputs aus der Branche fließen nun in die Entwicklung des konkreten Leistungsangebots des ITC ein, das die Bereiche Information und Kommunikation, Qualifizierung, Kooperation, Marketing & PR und Internationalisierung umfassen wird. Erste Kooperationsprojekte zeichnen sich bereits ab.

Als konkrete Aktivität ist derzeit die Präsenz des ITC bei der Cebit in Hannover geplant, der weltgrößten IT-Branchenmesse. Weiters wird bei einem Auftakt-Event am 10. April 2013 im Softwarepark Hagenberg das Themen- und Dienstleistungsprogramm des ITC im Detail vorgestellt.  Bis dahin wird der ITC auch bereits eine  solide Basis von Partnern gewonnen haben.

Fachlich wird sich der ITC neben den technologischen Kernthemen der IT auch mit Grenzbereichen zu anderen Disziplinen befassen, etwa mit juristischen Themen, Design-Fragen, spezifischen Marketing- und Vertriebsaspekten der Branche oder mit Aspekten des Benutzerverhaltens. Neben klassischen IT-Bereichen wie Business-Lösungen und industrielle IT-Anwendungen – die im Industrieland Oberösterreich einen besonderen Stellenwert haben – werden auch aktuelle Trendthemen wie Cloud Computing, Social Media und Mobile Computing im Mittelpunkt stehen. Zum Querschnittthema IT-Security besitzt Oberösterreich mit dem Department "Sichere Informationssysteme" der FH OÖ am Campus Hagenberg einen überregional anerkannten "Innovations-Hotspot". Der IT-Cluster wird in diesem Bereich auch grenzüberschreitend mit dem Bayerischen IT-Sicherheitscluster mit Sitz in Regensburg kooperieren.

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