Ausblick auf 2013 von Norbert Schöfberger, HP Ausblick auf 2013 von Norbert Schöfberger, HP - Computerwelt

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12.02.2013 Rudolf Felser

Ausblick auf 2013 von Norbert Schöfberger, HP

Die COMPUTERWELT hat heimische IT-Anbieter um einen Ausblick auf 2013 gebeten. Für Norbert Schöfberger, Generaldirektor von HP Österreich, sind wachsende Datenmengen und Sicherheit die Themen des Jahres.

Norbert Schöfberger, HP

Norbert Schöfberger, HP

© HP

Computerwelt: Welche Umsatzentwicklung erwarten Sie in Ihrem Unternehmen 2013 und warum?
Norbert Schöfberger:
Haben wir 2012 aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds eine etwas zurückhaltende Investitionsbereitschaft bei den österreichischen Unternehmen gesehen, so nehmen wir mittlerweile – verhalten, aber doch - positive Signale wahr: Die wirtschaftliche Talsohle scheint überwunden. Dazu kommt eine Vielzahl von Innovationen, die HP in den letzten Monaten auf den Markt gebracht hat, viele davon maßgeschneidert für den mittelständischen Markt – was uns bereits sehr gutes Echo von unseren lokalen Kunden und Partnern einbringt: vom Ausbau unseres Portfolios an konvergenter Infrastruktur um eine 3PAR Speichervirtualisierungslösung für den Mittelstand über neue Drucker der HP Officejet Pro X Serie, die bis zu doppelt so schnell drucken im Vergleich zu Farblaserdruckern der gleichen Kategorie bei der Hälfte der Druckkosten bis hin zu einem runderneuerten PC-Portfolio inklusive Business Tablet. Wenn ich auf unseren Projektausblick für 2013 schaue, dann stimmt dieser mich jedenfalls ausreichend optimistisch.

Welche IT-Trends werden 2013 weiter an Bedeutung gewinnen und welche könnten an Bedeutung verlieren?
Immer mehr Unternehmen erkennen als ihre größte Herausforderung die stark wachsenden Datenmengen und den Bedarf, daraus wertvolle Geschäftsinformationen zu gewinnen. Enorm an Bedeutung gewinnen werden Lösungen, die Unternehmen unterstützen, ihre explosionsartig wachsenden Datenmengen zu verwalten, zu verstehen und in vollem Umfang zu nutzen. 85 Prozent aller Daten liegen heute in unstrukturierter Form vor – als Mails, Bilder, Videos, Einträge auf sozialen Netzwerken oder ähnliches. Unternehmen suchen nach Lösungen, diese Daten nach Kundenpräferenzen, -erfahrungen und -verhaltensmustern auszuwerten und ihre Entscheidungen darauf zu stützen. Daraus können Services und gezielte Marketing-Kampagnen entwickelt werden, um Kundenzufriedenheit und -bindung zu erhöhen. So lassen sich beispielsweise Statements in Web-Foren oder auf Twitter oder die von Sensoren erfassten Pfade, die Kunden in Geschäften zurücklegen, für Marktforschungszwecke auswerten. Das Potenzial von Big Data kann damit für neue Geschäftschancen, Wachstum und zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen nutzbar gemacht werden.
Das zweite, ganz wesentliche IT-Thema des Jahres wird Sicherheit sein. Eine im Herbst letzten Jahres von HP in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass sich die Häufigkeit der Cyber-Angriffe in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt hat und damit die Kosten solcher Angriffe um 40 Prozent gestiegen sind. Unternehmen und öffentliche Verwaltung sind auf der Suche nach Lösungen, um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und einzudämmen, um so die Daten ihrer Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen.
 
Was für Forderungen haben Sie für 2013 an die Politik hinsichtlich des heimischen IT-Standortes?
Die IKT-Branche ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Standort geworden und hat vor allem in den wirtschaftlich schwierigen letzten Jahren einen wesentlichen Wachstumsbeitrag geleistet. Es gilt nun, dies mitzuberücksichtigen, wann immer es um den Infrastrukturausbau in Österreich geht – denn IKT sind so wichtig wie Straße und Schiene. Die stärkere Bewusstseinsbildung ist nicht zuletzt Verdienst der Internetoffensive, die in den vergangenen Jahren konstruktive Ideen und Beiträge vieler IKT-Unternehmen und Organisationen gebündelt und daraus zahlreiche Vorschläge entwickelt hat, wie die Dynamik dieser Branche bestmöglich für den Wirtschaftsstandort Österreich genutzt werden kann. Ich erwarte mir 2013, dass wir in eine Umsetzungsphase kommen und erste Projekte daraus realisieren können. Wir haben ein spannendes Wahljahr 2013 in Österreich vor uns – wer immer daraus erfolgreich hervorgeht, sollte jedenfalls auch darauf achten, dass eine IKT-Strategie Grundvoraussetzung für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg Österreichs in der Zukunft sein wird.

Norbert Schöfberger ist Generaldirektor von HP Österreich.

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