Nokia-Siemens bringt Multiflow für HSDPA+ Detail - Computerwelt

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21.02.2012 Michaela Holy/pte

Nokia-Siemens bringt Multiflow für HSDPA+

Nokia-Siemens (NSN) wird am Mobile World Congress 2012 in Barcelona (27. Februar bis 1. März) HSDPA+ Multiflow vorstellen. Die Technologie erlaubt es mobilen Endgeräten, mit zwei Funkzellen auf einmal zu kommunizieren.

Dies erlaubt schnellere Antwortzeiten, höheren Datendurchsatz und damit insgesamt ein besseres Surferlebnis. Ruth Lileg, Kommunikationsverantwortliche bei NSN für den Bereich Mobile Broadband, erklärt im Interview mit Pressetext, dass die Technologie auch für den neuen Mobilfunkstandard LTE weiterentwickelt werden kann.

Via HSPA+ ist theoretisch ein Datendurchsatz von bis zu 84 Megabit pro Sekunde im Downstream erreichbar, der - auch mangels entsprechend gerüsteter Infrastruktur - in der Praxis jedoch kaum erreicht wird. Trotzdem soll die errechnete Höchstleistung dank Multiflow auf das Doppelte steigen.

Derzeit kämpfen Nutzer, die sich am Rand des Abdeckungsbereichs ihrer Funkzelle befinden, oft mit Performanceeinbußen und Verbindungsabbrüchen. Die Möglichkeit, gleichzeitig auch die Nachbarzelle verwenden zu können, ohne den Einzugsbereich der bisherigen Funkstation verlassen zu müssen, soll diesem Phänomen ein Ende bereiten.

Dabei ist die Technologie auf Infrastrukturseite einfach implementierbar. Ein Hardwareupgrade wird nicht benötigt, um Masten mit Unterstützung von HSPA+ auch Multiflow-tauglich zu machen, soll laut Lileg eine Aktualisierung der Software ausreichen. "Das System ist auch so ausgelegt, dass auch eine Evolution in Richtung 4G möglich ist", erklärt die Sprecherin. Demnach könnten in Zukunft auch User von LTE- und LTE-Advanced davon profitieren, sofern sie über ein kompatibles Endgerät verfügen.

Dass die simultane Nutzung zweier Zellen auf vielen Smartphones, Tablets und anderen Devices das Netz überanspruchen könnte, denkt Lileg nicht. "Der Datendurchsatz steigt tagtäglich aus vielerlei Gründen, auch weil es immer mehr Geräte gibt, die breitbandfähig sind. Die heutige 3G-Infrastruktur für Multiflow gerüstet." NSN versucht Herausforderungen im Bereich der Netzauslastung mit einem "Liquid"-Ansatz zu begegnen und über intelligente Funkzellen Kapazitäten jeweils dort frei zu machen, wo sie benötigt werden. In den Echtbetrieb könnte Multiflow bereits gegen Ende 2013 gehen. Wann und wo es verfügbar sein wird, hängt jedoch von den jeweiligen Netzbetreibern ab.

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