T-Mobile und Hutchison 3G starten Netzkooperation Detail - Computerwelt

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04.01.2012 apa/Rudolf Felser

T-Mobile und Hutchison 3G starten Netzkooperation

Die Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria und Hutchison 3G Austria ("3") haben eine langfristige Netzpartnerschaft abgeschlossen.

Das "National Roaming Abkommen" ermöglicht die Nutzung des 2G-Mobilfunknetzes von T-Mobile durch Hutchison bzw. des 3G-Mobilfunknetzes von Hutchison im ländlichen Raum durch T-Mobile. Als Starttermin für die Netzkooperation wird Mitte 2012 angegeben.

T-Mobile und "3" rechnen mit dem Abschluss der technischen Vorbereitungsmaßnahmen mit Ende Juni 2012, heißt es heute, Mittwoch, in einer Aussendung. Hutchison 3G Austria setze bereits seit dem Markteintritt 2003 auf eine Kooperation mit A1 Telekom Austria (vormals mobilkom austria), im Rahmen derer auf kommerzieller Basis das bestehende A1 GSM/GPRS-Netz von Hutchison 3G mitgenutzt wird. Die Kooperation mit A1 wird seitens Hutchison noch parallel weitergeführt. Damit dürfte wohl die medial kolportierte Übernahme von Orange durch den Hongkonger Konzern "3" vom Tisch sein.

GRUND: UMSATZRÜCKGÄNGE Der intensive Wettbewerb und der mit der Preisschlacht einhergehende Umsatzrückgang am österreichischen Mobilfunkmarkt zwingt die Netzbetreiber zur Zusammenarbeit. Bereits im April 2011 haben T-Mobile Austria und Orange eine Kooperation beim Netzausbau am flachen Land vereinbart, nun helfen sich T-Mobile und "3" gegenseitig bei der Netzabdeckung in dünner besiedelten Gegenden durch die wechselseitige teilweise Nutzung der bestehenden Infrastruktur.

Dies ist insofern überraschend, da sich laut Branchengerüchten der kleinste heimische Mobilfunker "3" seit Monaten um den Kauf von Orange bemüht, angeblich gab es bereits unterschriftsreife Verträge. Eine offizielle Bestätigung von Übernahmegesprächen gab es von beiden Unternehmen nicht. Dass der Deal durch die neue Zusammenarbeit zwischen T-Mobile und "3" nun tot ist, könne so aber nicht gesagt werden, hieß es heute aus Unternehmenskreisen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Orange-Mutter France Telecom die Schweizer Orange an die britische Beteiligungsgesellschaft Apax verkauft.

Sowohl T-Mobile als auch "3" zeigten sich heute, Mittwoch, auf APA-Anfrage weiteren Netzkooperationen offen. Wettbewerbsrechtliche Probleme sehen beide Anbieter nicht, vonseiten der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hieß es zur APA, dass es noch zu früh sei, um diese Frage zu beantworten. Spielraum für weitere Technikkooperationen gäbe es jedenfalls reichlich. Heuer erfolgt die Versteigerung der "digitalen Dividende", also von freiwerdenden analogen TV-Frequenzen für die Abdeckung ländlicher Regionen.

Außerdem arbeiten alle Netzbetreiber am Rollout für die nächste Mobilfunkgeneration LTE (4G, Long Term Evolution). Weiters kämpfen alle Betreiber mit hohen Kosten bei der Abgabe gestützter Handys, die dank Smartphone-Booms immer teurer werden und trotzdem oft um 0 Euro über eine Vertragsbindung angeboten werden. Hier sollen Einkaufskooperationen, wie sie konzernweit die Deutsche Telekom über ihre Tochter T-Mobile und Orange bereits haben, helfen.

Von T-Mobile hieß es, es gehe beim "National Roaming" mit "3" nicht um eine Kostenersparnis, denn der GSM-Netzausbau gehe unvermindert weiter. Man sei gerade dabei, das GSM-Netz (2G) komplett zu erneuern und auf Huawei-Ausrüstung umzusteigen. Damit habe T-Mobile dann das modernste 2G-Netz in Österreich und nutze gleichzeitig das größte UMTS-Netz (3G) in Österreich, nämlich das von "3". Die Hutchison-Tochter hatte erst kürlich den Netztest der renommierten deutschen Fachzeitschrift "Connect" gewonnen und damit Marktführer A1 knapp auf Platz zwei verdrängt. In Gegenden ohne 3G-Abdeckung nutzt "3" bereits seit dem Jahr 2003 das Netz von A1. (apa)

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