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22.06.2011 Christof Baumgartner

IT lässt mobile Mitarbeiter oft im Stich

Die Zahl der mobilen Arbeitskräfte steigt. Doch immer mehr klagen über schwache Netzwerk- und Anwendungsperformance.

Die Art, wie wir kommunizieren, verändert sich stark. Die steigende Abdeckung mobiler Netze und neue Endgeräte wie Smartphones und Tablet-PC beschleunigen diesen Trend. Bis zum Jahr 2012 werden laut Gartner weltweit mehr Smartphones verkauft werden als Desktop-PC und Notebooks zusammen, und die Summe aller mobilen Internetnutzer wird bis zum Jahre 2014 die der reinen Desktop-Nutzer übersteigen. Bereits heute haben 76 Prozent der Österreicher ein internetfähiges Handy und 32 Prozent ein Smartphone. Cisco kommt zu dem Schluss, dass der globale IP-Datenverkehr von 2010 bis 2015 um das Vierfache wachsen wird, vor allem über mobile Verbindungen. Insgesamt werde demnach im Jahr 2015 fast ein Zettabyte an Daten über IP-Netze wie das Internet übertragen. Das ist eine Eins mit 21 Nullen und entspricht den Inhalten von sechs Milliarden DVD pro Minute.

Auch die Zahl der mobilen Mitarbeiter steigt stetig. Ungefähr 32 Prozent der normalen Arbeitskräfte in Europa arbeiten heutzutage von unterwegs aus – Tendenz steigend. Doch immer mehr IT-Abteilungen haben Probleme, die steigende Anzahl dieser mithilfe der richtigen Support-Maßnahmen zu unterstützen. Der IT-Anbieter Riverbed Technology hat nun eine Untersuchung zu diesem Thema durchgeführt. Laut dieser Erhebung haben die Mitarbeiter oft mit grundlegenden technischen Hindernissen zu kämpfen. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) hat Probleme mit der Netzwerkperformance, mehr als ein Zehntel (elf Prozent) beklagt sich über Schwierigkeiten bei der Anwendungsperformance.

STEIGENDE PRODUKTIVITÄT 52 Prozent der befragten CIO sind der Meinung, dass mobile Arbeiter in den vergangenen zwölf Monaten zahlreicher geworden sind. Zusätzlich registrieren Unternehmen eine bessere Arbeitsmoral (58 Prozent) und eine verbesserte Produktivität (59 Prozent) seitens der Mitarbeiter. Diese positiven Entwicklungen werden aber oft durch steigende Kosten für den Support von mobilen Arbeitern ausgebremst. Fast die Hälfte aller Teilnehmer der Studie finden, dass die Kosten für den Support von mobilen Arbeitern in den letzten zwölf Monaten gestiegen sind. 32 Prozent haben den Eindruck, dass auch die Anzahl der Support-Anfragen von mobilen Mitarbeitern stark zugenommen hat. Dementsprechend gehen 32 Prozent der Unternehmen davon aus, dass ihre IT-Abteilungen über 40 Prozent ihrer Zeit mit dem technischen Support von mobilen Arbeitern verbringen. Die Unternehmen sollen aus diesem Grund entsprechende Lösungen und Technologien einsetzen, damit Systeme, Netzwerke und Anwendungen schnell und reibungslos funktionieren. Sonst würden IT-Abteilungen zunehmend Probleme haben, Support-Anfragen zu beantworten, die zu einem Kontrollverlust über den Remote-Support führen und somit für eine negative Kostenspirale sorgen könnten.

Um sich den modernen Arbeitsstrukturen anzupassen, müssen Unternehmen eine größere Flexibilität aufweisen und auch die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur steigern. Zwar ist die Datenzentralisierung immer noch wichtig, um IT-Infrastruktur-Kosten zu reduzieren – Herausforderungen wie Remote-Standorte, inkonsistente Links und latenzempfindliche Umgebungen verlangsamen jedoch die Anwendungsperformance und beeinflussen somit die Mitarbeiterproduktivität.

»Angesichts des enorm ansteigenden Datenvolumens im Internet ist es unbedingt notwendig, den flächendeckenden Breitbandausbau in Österreich voranzutreiben. Auch die Provider sind gefordert: Sie müssen Netze zur Verfügung stellen, die nicht nur die entsprechenden Kapazitäten aufweisen, sondern auch verlässlich und sicher sind«, so Achim Kaspar, General Manager von Cisco Österreich.

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