Unified Communication wird mobil Detail - Computerwelt

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18.05.2011 Christof Baumgartner

Unified Communication wird mobil

Laut aktuellen Analysen des Marktforschungsunternehmens Experton Group stufen derzeit rund zehn Prozent der Unternehmen bis 499 Mitarbeiter bereits über 50 Prozent der Beschäftigten als mobile Mitarbeiter ein.

Neue Technologien bieten neue Möglichkeiten und verändern dadurch die Arbeitswelt. Sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiter müssen sich auf neue Arbeitssituationen einstellen, wenn sie die Vorteile der Technologien nutzen wollen. So nimmt die Zahl der mobilen Mitarbeiter in Unternehmen ständig zu. Laut aktuellen Analysen des Marktforschungsunternehmens Experton Group stufen derzeit rund zehn Prozent der Unternehmen bis 499 Mitarbeiter bereits über 50 Prozent der Beschäftigten als mobile Mitarbeiter ein. Betroffen sind dabei vor allem die Bereiche Vertrieb, technischer Service oder Berater. Sie sind länger auf der Straße, Schiene oder in der Luft unterwegs, als sie an einem stationären Arbeitsplatz sitzen. Auch Tendenzen wie Heimarbeitsplätze oder das immer stärker werdende vernetzte Arbeiten, auch über Unternehmensgrenzen hinweg, haben nachhaltige Auswirkungen auf die Arbeitswelt.

»Allerdings nehmen viele IT-Entscheider diese Entwicklungen nicht wirklich wahr«, sagt Axel Oppermann von der Experton Group. So werden zwar in den Personal- und Fachabteilungen Konzepte entwickelt, die die Arbeitsprozesse und Arbeitsverhältnisse flexibilisieren, jedoch ergeben sich für viele IT-Verantwortliche hierdurch kaum bis keine Handlungsverpflichtungen. Auch würde die Anzahl an Notebooks, Smartphones, Pads und Tablets deutlich zunehmen, doch einige IT-Entscheider würden darin aber keinen Zusammenhang mit einer deutlichen Zunahme der mobilen Mitarbeiter sehen. Herausforderung hierbei sei es laut Oppermann, die Produktivität der Mitarbeiter zu optimieren und die Qualität ihrer Kommunikation zu verbessern. Unified Communication & Collaboration (UCC) gilt hier als Lösung. Nun kommt noch der Faktor Mobilität hinzu.

Auch für die UCC-Anbieter wird Mobilität zunehmend zu einem wesentlichen Thema. Martin Schmiedt-Siebenhaar, Marketing Director bei Aastra in Österreich, sagt, dass die Unternehmen sehr an mobilen UCC-Lösungen interessiert sind. »Fixed mobile convergence«, also die Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk, spiele hierbei eine große Rolle. Aastra biete beispielsweise mit dem Aastra Mobile Client (AMC) eine Lösung an, die das Smartphone mit den Funktionen eines komplexen Tischtelefons ausstattet. Der AMC funktioniert laut Schmiedt-Siebenhaar auf allen Smartphone-Betriebssystemen.

SMARTPHONE ALS ZENTRALES TELEFON Auch Oppermann meint, dass immer mehr Information-Worker das Smartphone als das zentrale beziehungsweise einzige Telefon verwenden. Allerdings würden die »klassischen« Festnetztelefone in Unternehmen nicht verschwinden. Vielmehr sollen neue Formfaktoren und Funktionalitäten Einzug halten. Als Beispiel hierfür nennt er das portable Collaboration-Gerät Cius von Cisco (siehe Bild). Hier wird exemplarisch das HD-videofähige Business-Tablet durch eine Audio-Station zu einem »stationären« Gerät mit Handtelefon oder Headset aufgewertet. Trotz der konkreten Anforderungen und etablierten Systeme, würde in vielen Unternehmen eine Umsetzung aber bisher eher nur langsam oder zeitverzögert erfolgen. Dies liege daran, dass die eigentliche Technik nur eine Seite der Medaille ist. Die andere und herausfordernde ist, die Lösungen in die Arbeitsprozesse zu integrieren beziehungsweise die Arbeitsmethoden entsprechend anzupassen. Die zentrale Frage, die sich die IT- und TK-Verantwortlichen stellen sollten, lautet »welche Arbeits- und Kommunikationsprozesse gibt es aktuell, und wie können diese zukünftig verbessert werden?« Doch der starke Trend zu Smartphones und Tablets und Lösungen wie Office 365 und Lync von Microsoft, die eine »Vereinigung« der Geräte ermöglichen, bringen Bewegung in den Markt.

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