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13.05.2011 Alex Wolschann/apa

ORS forciert Start von digitalem Radio noch 2011

Internetfähiges Fernsehen, digitales Radio und den Ausbau terrestrischer Programme - all das will die ORF-Sendetechniktochter ORS noch heuer auf Schiene bringen.

Internetfähiges Fernsehen, digitales Radio und den Ausbau terrestrischer Programme - all das will die ORF-Sendetechniktochter ORS noch heuer auf Schiene bringen. Darüber hinaus sollen ab Herbst 2011 deutsche Privatsender in HD-Qualität auch in Österreich via Satellit empfangbar sein und zwar über die Verschlüsselungsplattform ORF Digital.

Nachdem am 7. Juni der letzte analoge Sender abgeschaltet und die Digitalisierung österreichweit abgeschlossen sein wird, will sich die ORS mit neuem Logo und neuer Strategie den Herausforderungen des Fernsehmarktes stellen, gaben die ORS-Geschäftsführer am Freitag in einer Pressekonferenz bekannt.

Entgegen aller Unkenrufe steigt der allgemeine Fernsehkonsum an, referierte ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer. Parallel dazu wächst aber auch die Internetnutzung, weshalb die ORS künftig auch auf die Verschmelzung von TV und Internet setzen will und die eigenen DVB-Plattformen um hybride Angebote erweitern will. So sollen künftig etwa "Video on demand"-Angebote oder die ORF-TVthek auch über den Fernsehapparat empfangen werden können. Möglich machen sollen dies internetfähige Settopboxen.

Starten soll noch heuer der Testbetrieb für digitales Radio (DAB+). Die Vorteile von digitalem Radio, das als Zusatzangebot zum UKW-Standard etabliert werden soll, liegen auf der Hand: Die Verbreitungskosten sind deutlich geringer als bei UKW, es besteht keine Frequenzknappheit, wodurch wiederum eine größere Programmvielfalt möglich ist. Einziges Manko: Der Konsument benötigt neue Empfangsgeräte. Mit Blick auf die Schweiz, in der es bereits digitales Radio gibt, gibt sich ORS-Geschäftsführer Norbert Grill aber zuversichtlich: "In der Schweiz wurden allein in einem Jahr 600.000 Endgeräte verkauft", das sei auch in Österreich möglich.

Im Geschäftsfeld Satellit erhofft sich die ORS künftig Umsatzzuwächse durch die Verbreitung deutscher Privatsender in HD-Qualität. Noch seien die Verträge nicht unterschrieben, Grill hofft aber darauf, dass die HD-Ausgaben von ProSieben, RTL und Co. bereits ab Herbst via ORF-Karte empfangbar sein werden. Neben der wachsenden Nachfrage nach HDTV sieht Grill weitere große Marktchancen im 3D-TV.

Um auch das Kerngeschäft der ORS - die Terrestrik - abzusichern, sollen schon in den nächsten Wochen die Verbreitungsplattform DVB-T2 ausgeschrieben werden. Mit der DVB-T2-Technologie soll das Programmangebot von DVB-T deutlich erweitert und die Bildqualität in der Terrestrik verbessert werden. Ziel der ORS ist es, den Marktanteil der Terrestrik in den nächsten Jahren von derzeit rund fünf Prozent auf zwölf bis 15 Prozent zu steigern.

Zeitgleich mit der strategischen Neupositionierung legt sich die ORS auch ein neues Logo zu: "Das neue Logo entspricht unserer neuen Strategie: Konzentration auch weiterhin auf unser Erfolgsgeschäftsmodell, die optimale Verbreitung von TV- und Radioprogrammen via DVB-T und Satellit und zudem die Erschließung neuer Geschäftsfelder via IP'", so Wagenhofer.

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