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04.05.2011 Christof Baumgartner

UMTS-Kooperation

T-Mobile und Orange nehmen den 3G-Ausbau gemeinsam in Angriff.

Der wachsende Markt für Smartphones und Tablet-PC verlangt ein gut funktionierendes Netz für mobiles Internet. Das bedeutet für die Mobilfunkanbieter, dass sie ihre Netze laufend ausbauen und erweitern müssen, um den Breitband-Hunger der Nutzer stillen zu können. Die Investitionen dafür sind enorm und spielen sich im Hundert-Millionen Euro-Bereich ab. Die Mobilfunker verdienen zwar nach wie vor viel Geld, doch auch hier sind die Zeiten des schnellen Wachstums vorbei. Die beiden heimischen Anbieter T-Mobile und Orange haben nun beschlossen beim weiteren Netzausbau gemeinsame Sache zu machen, um künftig Antennen und Kosten zu teilen. Ziel der Kooperation ist es, die UMTS-Netzabdeckung außerhalb der Ballungsräume Österreichs um jeweils zehn Prozentpunkte zu steigern. Konkret gehe es dabei um einige hundert neue Standorte in bisher schlecht erschlossenen Gebieten und eine Ersparnis von rund 30 Millionen Euro für jeden der Partner. Die bestehenden Netze der Unternehmen sind von der Kooperation jedoch nicht betroffen: » Da bleibt alles wie es ist«, so Robert Chvatal, Chef von T-Mobile Austria.

STEIGENDER KOSTENDRUCK Vor allem der steigende Kostendruck mache die Zusammenarbeit notwendig, sagt Orange-Geschäftsführer Michael Krammer. Etwa alle zehn Jahre komme eine neue Technik dazu wie im Jahr 1990 GSM, 2000 UMTS und 2010 LTE. Diese Techniken würden dann nebeneinander weitergeführt. »Und wir statten die Konsumenten mit immer neuen Endgeräten aus, die in einem hohen Maß subventioniert sind«, so Krammer. Beide Manager betonen, dass sich an der Eigenständigkeit der beiden Unternehmen nichts ändere. Es gebe keinerlei gesellschaftsrechtliche Verschränkung und es fließe auch kein Geld. Ebenfalls sei man offen für weitere Partner. Die Technik erlaube es, dass sich bis zu vier Betreiber eine Antenne teilen. Die Tendenz, dass die Mobilfunker ihre Netze in Teilbereichen zusammenlegen, ist in Europa nicht neu. So gibt es etwa in Spanien, Schweden, Polen oder Großbritannien ähnliche Kooperationen. Eine Zusammenarbeit auch beim Aufbau des neuen LTE-Netzes ist vorerst kein Thema. Außerdem müssten auch die regulatorischen Rahmenbedingungen über die Nutzung der bestehenden Frequenzen 900 und 1800 auch für LTE klar sein, bevor man über eine Kooperation zu reden beginne.

Die Netz-Ehe muss jedoch erst von der RTR und Bundeswettbewerbsbehörde abgesegnet werden. Chvatal rechnet mit einer Genehmigung innerhalb der nächsten zwei Monate. T-Mobile erreicht derzeit mit seinem UMTS-Netz rund 75 Prozent der Bevölkerung, Orange 70 Prozent. Marktführer A1 und auch Hutchison 3G Austria erreichen laut den Informationen eine 3G-Netzabdeckung von rund 94 Prozent.

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