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09.03.2011 pi/Rudolf Felser

100 GBit/s unter Wasser zwischen Amsterdam und London

Interoute und Infinera haben einen Test abgeschlossen, der belegt, dass mit Hilfe von integrierten optischen Schaltkreisen Übertragungsgeschwindigkeiten von 500 Gigabit/Sekunde realisiert werden können.

Somit kann Interoute erstmalig Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 GBit/s im gesamten europäischen Netzwerk zur Verfügung stellen. Interoute möchte nun die neuen Schaltkreise einsetzen, um der gestiegenen Nachfrage nach hoher Bandbreite zu entsprechen.Das Unternehmen arbeitet eng mit Infinera zusammen, da Infinera Technologien auf Basis der kohärenten Übertragung eines 100 Gbit/s Channels zur Verfügung stellt.

Das Experiment wurde zwischen Amsterdam und London durchgeführt. Der Ausgangspunkt des 100 GBit/s-Channels befand sich in Amsterdam, führte unter der Nordsee nach London, von wo er wieder nach Amsterdam zurückgeführt wurde. "Insgesamt legte das Signal fehlerfrei eine Strecke von 940 Kilometern zurück, obwohl zwischen der niederländischen und englischen Küste auf einer Länge von 210 Kilometern keinerlei Signalverstärker verwendet wurden", berichtet Interoute in einer Aussendung. Die Leistungsfähigkeit des 100 Gbit/s-Channels entspricht mehr als 200.000 gleichzeitig geführten Videokonferenzen zwischen Amsterdam und London oder 1,5 Millionen Telefongesprächen (basierend auf einer Standard-Point-to-Point-Videokonferenz mit 521kb/s sowie einem Standardanruf mit 64kb/s). Das war die erste Demonstration einer erfolgreichen Datenübermittlung mittels der PIC-basierten 100 Gbit/s-Technologie von Infinera in einem europäischen Netzwerk.

Über den kohärenten 100GBit/s-Channel wurde gleichzeitig 200GBit/s Livetraffic mittels 10GBit/s-Channel über einen Lichtwellenleiter übertragen. Interoute plant die Einführung eines PIC-basierten 100Gbit/s-Channels für nächstes Jahr. Die neue 500 GBit/s PIC-Netzwerktechnologie von Infinera integriert fünf 100 GBit/s-Channel. Zusammen mit der FlexCoherent-Technologie kann der Netzwerkoperator die jeweils optimale Modulation für jede Netzwerkroute auswählen.

In der Demonstration wurden die Signale im 100 GBit/s-Channel mittels PM-QPSK-Modulation und kohärenter Demodulation übertragen, um die Reichweite der Lichtwellen zu optimieren. Die 500 GBit/s PIC-Receiver von Infinera verwenden integrierte Überlagerungsoszillatoren, um eine kohärente Demodulation der Signale zu erreichen. Die beiden 500 GBit/s PIC-Leitungen beinhalten mehr als 600 optische Bauteile, 10-mal mehr als bei den bereits heute verwendeten 100 GBit/s PIC-Leitungen, die in Long-Haul- und Metro-Netzwerken weltweit eingesetzt werden. (pi/rnf)

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