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20.02.2011 apa/Rudolf Felser

Orange startet neue Business-Offensive

Der Mobilfunkbetreiber Orange baut seinen Geschäftskundenbereich aus und bringt eine aufgewertete mobile Nebenstellenanlage auf den Markt.

3.000 der über 250.000 Businesskunden nutzen die derzeitige Lösung, die bereits im Jahr 2005 vorgestellt wurde. Zur bisherigen Lösung gibt es nun unter anderem eine individualisierte Warteschleife und eine sprachgeführte Vermittlung.

Weiters gibt es einen Gruppenruf und eine Assistenz-Version. Mit letzterer kann der Chef entscheiden, wer bei einem Anruf an ihn zuerst abhebt und dann entscheidet, ob der Boss mit der Anfrage belästigt wird. "Alles was ein Kunde für unsere mobile Nebenstellenanlage braucht ist ein PC mit Breitband-Anschluss und ein Orange-Handy", so Orange-Chef Michael Krammer vor Journalisten.

Alles andere finde "in der Wolke statt" – sprich in der Serverinfrastruktur von Orange. Die Lösung biete den Kunden eine Kostenersparnis bei Anschaffung und Betrieb sowie eine höhere Flexibilität beim Mitarbeitereinsatz. Außerdem würden die Mitarbeiter intern gratis und mit Kurzwahlen telefonieren. "Für die Kunden ändert sich nichts, denn sie behalten ihre Festnetznummern inklusive Durchwahlen", gibt Krammer zu bedenken.

Inzwischen haben in drei von vier Firmen alle Mitarbeiter ein Handy, geht aus einer Umfrage von Integral hervor. Trotzdem haben acht von zehn Firmen noch zusätzlich eine Festnetzanlage. Überraschend ist, dass noch immer 40 Prozent der Unternehmen regelmäßig das Fax nützen. Für die Nutzung des Dienstes brauchen die Kunden einen Internetanschluss. Eine konkrete Zusammenarbeit mit einem Festnetzanbieter werde es aber nicht geben. Einzelne Kooperationen etwa mit UPC und Tele2 gibt es aber immer wieder, so Krammer.

Zu der internationalen Kooperation der Orange-Mutter France Telecom mit der T-Mobile-Austria-Mutter Deutsche Telekom meinte Krammer, dass es hier keine konkreten Pläne für Österreich gebe. Marktführer Mobilkom, Verfolger T-Mobile und Orange wurden in der Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass es in Österreich einen Bewerber zu viel gebe – gemeint ist damit der viertgrößte Betreiber "3". Der zeigt aber keine Lust Platz zu machen und hat den finanzstarken chinesischen Großkonzern Hutchison hinter sich. (apa)

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