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26.08.2009 Christof Baumgartner

TA startet Pilotprojekte in Sachen Glasfaserausbau

Mit einer Milliarde Euro will die TA in den nächsten Jahren unter anderem auch den Glasfaserausbau forcieren.

Die Telekom Austria (TA) hat angekündigt, in den nächsten vier Jahren 1,5 Milliarden Euro in den Infrastrukturausbau zu investieren. Eine Milliarde davon soll in den Festnetz- beziehungsweise Glasfaserausbau gesteckt werden. Laut Walter Goldenits ist Österreich in den letzten Jahren, was das Thema Glasfaser betrifft, im internationalen Vergleich ins »Hintertreffen« geraten. Mit den Ausbau soll nun eine »neue Festnetzära« eingeläutet werden, denn der Breitbandbedarf steigt enorm. Laut Arthur D. Little soll dieser im Jahr 2015 in einem durchschnittlichen Haushalt bereits bei 50 Mbit/s im Download und 22 Mbit/s im Upload liegen. Laut Goldenits verdoppelt sich der Verkehr, der über die 125 Jahre alten Kupferleitungen der TA fließt, pro Jahr. Mit der Glasfasertechnologie soll das kein Problem mehr darstellen.

Im Rahmen des Pilotprojekts der TA sollen ab Herbst 2009 150.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt werden. Die ersten Testmärkte sind Villach, Klagenfurt sowie der 15. und der 19. Bezirk in Wien. Dort sollen ab 2010 Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s erreicht werden können. Laut Goldenits biete das Bundesland Kärnten die besten Rahmenbedingungen. Um auch die Kluft zwischen dem ländlichen und dem urbanen Raum zu verkleinern, will die TA in den kommenden Jahren 750.000 Haushalte mit VDSL2 (Very High Speed Digital Subsriber Line) versorgen, das Bandbreiten bis zu 30 Mbit/s bieten soll. Neben dem Bau des so genannten GigaNetzes soll auch das bestehende Telefonsystem in eine IP-Serviceplattform integriert werden.

REGULATOR UND POLITIK GEFORDERT Der Glasfaserausbau läuft derzeit als Pilotprojekt, weil laut Goldenits noch regulatorische Punkte offen seien. Zum Beispiel ein Investitionsschutz. »Wir wollen mit den alternativen Anbietern kooperieren, nur sollen die Investitionen von mehreren getragen werden«, denn »einen österreichweiten Fiber-Rollout werden wir sicher nicht machen«. Auch bei der Politik ortet Goldenits noch Defizite: »Da will man als Infrastruktur eher die Straße und die Schiene fördern.«

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