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01.09.2009 Rudolf Felser

China und Indien rücken näher zusammen

Eine direkte terrestrische Anbindung bietet internationalen Unternehmen und Verbrauchern eine Vernetzungsalternative zu Unterseeverbindungen.

Reliance Communications und China Telecom haben die Inbetriebnahme der ersten direkten terrestrischen Kabelanbindung zwischen den chinesischen und den indischen Märkten bekanntgegeben.

Das von Reliance Communication und China Telecom errichtete Kabel war das erste grenzüberschreitende terrestrische Verbindungsprojekt zwischen Indien und China, so die Unternehmen in einer Aussendung. Anfang des Monats wurde das Projekt abgeschlossen. Das Kabel verläuft durch die unwirtliche Gegend des Nathu-La-Passes und verbindet Yadong in China mit Siliguri in Indien. Neben einer direkten Verbindung zwischen allen bedeutenden indischen und chinesischen Standorten verbessert das Kabel auch die Breitbandabdeckung in ländlichen Regionen und Städten beider Länder. Nachbarstaaten wie Nepal, Bhutan, Sri Lanka und sogar Pakistan und Bangladesch sollen langfristig ebenfalls von der verbesserten Bandbreitenverfügbarkeit profitieren.

Reliance Globalcom, Teil des indischen Unternehmens Reliance Communications Limited, verfügt damit nun über zwei separate Kabelstrecken zwischen Indien und China, die zusätzliche Sicherheit bieten. Diese effiziente und skalierbare Anbindung reduziert zudem das Risiko durch Naturkatastrophen. Sowohl internationale Unternehmen als auch die Verbraucher in der Region können von einer verbesserten Internetverbindung, einer höheren Verfügbarkeit sowie einer niedrigeren Latenzzeit und verbesserter Sprachqualität bei Telefonaten profitieren. Zuvor gab es mit der Unterseekabelstrecke, die über Hong-Kong und Singapur verläuft, nur eine Anbindung mit hoher Bandbreite zwischen den beiden Ländern. Doch die jüngsten Taifune und Erdbeben haben gezeigt, dass eine zu große Abhängigkeit von dieser Unterseeverbindung das Risiko schwerwiegender Dienstausfälle in der gesamten Region mit sich bringt.

Die neue Verbindung erhöht zudem die Reichweite und Angebotsbreite des Kabelnetzes von Reliance Globalcom. Es bietet nun eine direkte Verbindung mit doppelter Wegeführung zwischen den wachsenden Geschäftszentren in China und internationalen Standorten in Europa, dem Mittleren Osten und der Ostküste der Vereinigten Staaten. Auch indische Unternehmen profitieren, die Verbindungen zu Süd-Ost-Asien, Japan und der Westküste der USA benötigen. Sie können nun über das terrestrische Kabelsystem Hong Kong erreichen, und von dort über das Unterseekabelnetz bei geringerer Latenzzeit und verbesserter Belastbarkeit des Netzes Verbindung mit den genannten Destinationen aufnehmen. (pi/rnf)

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