Cybermobbing und Gewaltvideos nehmen zu Detail - Computerwelt

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25.11.2009 Thomas Mach/apa

Cybermobbing und Gewaltvideos nehmen zu

Handy und Computer sind für heimische Jugendliche unverzichtbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kinderstudie der Mobilkom Austria. Problem dabei sei, dass Gewaltvideos und Cybermobbing dadurch zunehmend stärkere Verbreitung finden, betonen die Studieautoren.

Mehr als die Hälfte der Sechs bis 14-Jährigen in Österreich verfügt über ein eigenes Mobiltelefon (56 Prozent) und einen Laptop oder Computer (53 Prozent). Die Auswirkungen dieser Entwicklung wurde nun in Wien bei der Präsentation der Mobilkom Austria-Kinderstudie erörtert. Die Diskussionsrunde Roundabout Kids 09 machte auch auf die Gefahren von Gewaltvideos und Cybermobbing aufmerksam.

Erfahrung mit gewalttätigen Videos haben 13 Prozent aller Kinder gemacht, die ein eigenes Handy besitzen. Zu einem achtsameren Umgang der Eltern mit Cybermobbing rief Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin der Mobilkom Austria, auf. "Das ist eine Aufgabe, die nicht auf Lehrer abgeschoben werden darf." Dabei hat die Mehrheit (61 Prozent) der Erziehungsberechtigten noch nie etwas davon gehört.

Vor allem mit zunehmenden Alter geben die jungen Handybenutzer leichtfertiger ihre Nummer weiter. So wurden zwar nur drei Prozent selbst Opfer von Cybermobbing, aber bereits 17 Prozent berichten über Belästigungen via Telefon.

Disziplinierter sind die Heranwachsenden in der Schule geworden. Obwohl 78 Prozent ihr Mobiltelefon immer oder fast immer dabei haben (im Vorjahr waren es 65 Prozent), stellen sie es während des Unterrichts öfter auf lautlos. Während der Sicherheitsaspekt und die Erreichbarkeit für Eltern meist die ausschlaggebenden Gründe für den Kauf eines Handys sind, sind Zusatzfunktionen für die Kids von immer größerer Bedeutung. Besonderen Wert legen sie auf Tools wie Kamera, MP3-Player und Bluetooth.

Erstmals wurde in der Studie auch auf die Internetbenutzung eingegangen. Hauptsächlich surfen die Kinder im Netz, um Computerspiele zu benutzen (54 Prozent). Rund ein Fünftel der Befragten verwenden es auch zum Herunterladen von Musik, Spielen oder Klingeltönen. Die beliebteste Website ist YouTube, doch auch soziale Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nur 14 Prozent der Kinder haben keinen Zugang zum Internet.

506 Kinder aus ganz Österreich wurden vom Institut Market befragt, wobei die Mehrheit zwischen neun und zehn Jahren zum ersten Mal ein Handy ihr eigen nennen kann. Wie bereits in den vergangenen Jahren ist das Mobiltelefon fast immer ein Geschenk oder eine Belohnung (92 Prozent).

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