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01.12.2009 Oliver Weiss

In fünf Schritten zum Next-Generation-Network

Die Migration der traditionellen Telefonie zu VoIP steht aktuell bei allen Netzbetreibern auf der Tagesordnung. Keymile, Hersteller von Datenübertragungssystemen, hat fünf Schritte definiert, mit denen eine erfolgreiche Migration zu VoIP gelingt.

Die Migration der traditionellen Telefonie zu Voice over IP (VoIP) steht aktuell bei allen Netzbetreibern auf der Tagesordnung. Allerdings wird das leitungsvermittelte Telefonnetz nicht von heute auf morgen durch ein paketorientiertes Next-Generation-Network ersetzt. Keymile, Hersteller von Datenübertragungssystemen, hat fünf Schritte definiert, mit denen eine erfolgreiche Migration zu VoIP gelingt.

Auch heute noch haben viele Netzbetreiber in den Sprachvermittlungsstellen leitungsvermittelte Telefonnetze (TDM-Netze) im Einsatz. Aufgrund der hohen Investitionen und langfristigen Abschreibungsintervallen wird diese Technik noch einige Jahre weiterbetrieben werden. Mittelfristig aber führt kein Weg an einem Next-Generation-Network (NGN) vorbei: Leitungsvermittelte Netze werden durch eine paketvermittelte Netzinfrastruktur ersetzt. Ein NGN ist damit ein Universalnetz, das alle Dienste zusammenführt, die Geschäfts- und Privatkunden heute sowie in absehbarer Zukunft benötigen. Einer der wichtigsten Vorteile für die Netzbetreiber: Sie müssen nur noch eine Infrastruktur, statt wie momentan mehrere, administrieren und betreiben. Als Folge der Vereinfachung von Betrieb und Instandhaltung sinken die laufenden Kosten.

Die oberste Regel: Für eine erfolgreiche Migration des bestehenden Telefonnetzes zu VoIP müssen die getätigten Investitionen weitgehend geschützt bleiben. Dazu gehört beispielsweise auch, dass aus Betreibersicht die vorhandenen Kupferanschlussleitungen weiterverwendet und die Endkundengeräte, wie TK-Anlagen und Telefone, zumindest in der Anfangsphase nicht ausgetauscht werden müssen. Auch wenn es kein Standardverfahren gibt, das für die Anforderungen jedes Telekommunikationsanbieters geeignet wäre, lassen sich doch fünf grundlegende Phasen unterscheiden:

Schritt 1: Vorbereitungsmaßnahmen im Zugangsnetz. Als erste, vorbereitende Maßnahme muss im Zugangsnetz die Infrastruktur des öffentlichen Telefonnetzes vereinfacht werden. Ein IP-Multi-Service-Access-Node (IP-MSAN) vereint dabei im Zugangspunkt die Technik zur Bereitstellung von Telefon- und DSL-Anschlüssen. In einem IP-MSAN lässt sich die TDM-Sprachübertragung einfach auf VoIP migrieren, indem die Richtung Kernnetz verwendete V5-Schnittstelle auf paketbasierte Weiterleitung umgestellt wird. Damit ist die Basis für VoIP im Kernnetz geschaffen.

Schritt 2: VoIP im Kernnetz. Die Fernvermittlungsstellen im Kernnetz des öffentlichen Telefonnetzes müssen durch "Vermittlungen" für VoIP-Daten (Softswitch) und Gateways zum bisherigen Telefonnetz ausgetauscht werden. Der Vorteil: Das Kernnetz kann Abschnitt für Abschnitt auf ein reines Paketnetz umgestellt werden. Die Randbereiche des Telefonnetzes, und damit die Ortsvermittlungsstellen, bleiben unberührt.

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