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14.12.2009 Michaela Holy

eHome Pilotprojekt im ersten Liveeinsatz erfolgreich

Die Erstellung des eHome Prototyps wurde erfolgreich abgeschlossen: Ziel ist, mit Hilfe des eHome Systems ältere - und teils gebrechliche - Menschen dabei zu unterstützen, ihren Alltag selbständig meistern zu können.

Seit Mitte November steht eHome für Testzwecke in einer Demowohnung, dem sogenannten Living LAB, des Schwechater Seniorenzentrums zur Verfügung und wird von Pflegeexperten sowie interessierten älteren Menschen auf dessen Alltagstauglichkeit geprüft. Die Projektpartner haben ein "unsichtbares Kommunikationsnetz" entwickelt, das in Notfällen - wie Stürzen - vollkommend selbständig agiert. Modernste Kommunikationstechnologien gewährleisten im Alarmfall über ausgewählte Telekommunikations- und Internetanbieter eine umgehende Verbindung zur Familie und/oder zu Betreuungsstellen. Der zweite Prototyp, der auch in privaten Haushalten getestet wird, soll Anfang 2010 fertig gestellt werden.

Das System besteht aus drahtlos vernetzten Sensoren, einem Interface, das Daten empfängt, analysiert und im Bedarfsfall einen Alarm bei einem Home Gateway generiert. Das Gateway hat die Aufgabe, im Alarmierungsfall sofort einen auf VoIP Technologie basierenden Anruf zwischen Angehörigen bzw. Pflegedienststelle und der zu betreuenden Person aufzubauen. Dabei wird der Anruf im eHome System automatisch durchgeschaltet, sodass der Betroffene sofort mit seiner Betreuungsperson kommunizieren kann.

Das entwickelte Sensor- und Kommunikationsnetz, der eHome Prototyp, sorgte bereits beim European Ambient Assisted Living Forum 09 in Wien für Aufsehen. Er erkennt die Sturzgefahr oder den Sturz älterer Menschen im privaten Wohnbereich und informiert Angehörige bzw. Pflegedienststellen. Die Alarmierung per Telefon an die beteiligten Helfer basiert auf innovativer Kapsch Kommunikationstechnologie. Zudem ermöglichen speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Kommunikationsgeräte den laufenden Kontakt zu Familie, Freunden und Bekannten - wie beispielsweise moderne Bildschirme, die ohne jegliche Computerkenntnisse bedient werden können. Zusätzliche Features dieses Systems sind spezielle Erinnerungsfunktionen und Nachtbeleuchtungen.

"Ältere und pflegebedürftige Menschen wollen ihr Leben solange wie möglich in der eigenen Wohnung und in vertrauter Umgebung verbringen - dabei ergeben sich v.a. zwei Problembereiche: Einerseits hohes Risiko aufgrund fehlender Hilfe in Gefahrensituationen und Einsamkeit aufgrund des mangelnden Kontakts zur Außenwelt. Genau hier können moderne Technologien dabei unterstützen, den Alltag nicht nur zu meistern sondern den Lebensabend auch entsprechend zu genießen", so Thomas Schöpf, COO Kapsch CarrierCom, und ergänzt: "Gerade in Zeiten einer zunehmenden Lebenserwartung werden diese Technologien weiter an Bedeutung gewinnen."

Neben Kapsch CarrierCom und Treventus Mechatronics, ein "spin-off"-Unternehmen der Technischen Universität Wien (TU), sind auch das Institut "integriert studieren" der TU Wien, sowie das Forschungsinstitut CEIT RALTEC als wissenschaftliche Partner an der Innovation beteiligt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

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