OMV Vorreiter bei EMCS Detail - Computerwelt

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11.01.2010 Rudolf Felser

OMV Vorreiter bei EMCS

Excise Movement and Control System ist ein EDV-gestütztes Kontrollsystem für die Überwachung der innergemeinschaftlichen Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren, das ab Februar Pflicht ist.

Der Energiekonzern OMV übermittelt laut eigenen Angaben als einer der ersten Betriebe in Österreich gemäß des am 1. Februar bzw. April 2010 in Kraft tretenden Kontrollsystems EMCS Versandpapiere auf elektronischem Weg. Die Software wurde von hs²n Informationstechnologie in Kooperation mit den zuständigen Behörden (Bundesministerium für Finanzen) und unter Mitwirkung von Global Solutions, dem Anbieter von IT-Dienstleistungen in der OMV Gruppe, entwickelt.

EMCS (Excise Movement and Control System) ist ein EDV gestütztes Kontrollsystem für die Überwachung der innergemeinschaftlichen Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren (Alkohol, Tabakwaren und Energieerzeugnisse). EMCS soll bis 2011 das derzeitig ausschließlich papiergestützte Verfahren durch ein elektronisches Verfahren mittels E-VD (elektronisches Verwaltungsdokument) ersetzen und eine virtuelle Kontrolle des Validierungsprozesses aller beteiligten Parteien in Echtzeit ermöglichen. Die betroffenen Betriebe profitieren, so der Plan, von weniger Verwaltungsaufwand und kürzeren Wartezeiten für die Freigabe.

ZEITPLAN In Österreich, einem der ersten Länder, das EMCS einführt, können seit November 2009 E-VDs erstellt und übermittelt werden. Verpflichtend werden diese innerhalb von Österreich ab 1. Februar 2010. Ab 1. April 2010 müssen alle betroffenen Wirtschaftsbeteiligten EU-weit in der Lage sein, elektronische Verwaltungsdokumente zu erhalten und den Erhalt elektronisch zu bestätigen. 2011 soll das gesamte System (sowohl auf Empfänger- als auch auf Versenderseite) auf EMCS umgestellt sein. Im Übergangszeitraum existieren das papiergestützte und das elektronische System parallel.

OMV übermittelt beim Versand von Treibstoffen zwischen seinen österreichischen Steuerfreilagern (hier ist die Bezahlung von zum Beispiel Verbrauchssteuern für die Dauer der Lagerzeit ausgesetzt) bereits seit dem erstmöglichen Termin E-VDs an das Finanzministerium. Für die technische Umsetzung wurde das IT-Unternehmen hs²n beauftragt, das bereits mit der Entwicklung und Implementierung der Business-Komponente des österreichweiten Verladesystems von Treibstoffen betraut war. Dieses Verladesystem deckt alle Prozesse rund um die Verladung der Erdölprodukte auf Tankwagen, Kesselwagen, Schiff und Pipeline ab.

hs²n entwickelte im Zuge der EMCS Einführung eine umfangreiche Schnittstelle, welche die Daten aus dem Treibstoff-Verladesystem direkt an die Behörde weiterleitet. Die übermittelten Daten stimmen laut dem Unternehmen zu hundert Prozent mit den internen Systemen überein.

Da OMV österreichweit als eines der ersten Unternehmen EMCS konkret umsetzt, hat hs²n in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Finanzen die IT-bezogene Spezifikation festgesetzt. Der technische Ablauf wurde automatisiert und standardisiert. Nach einer erfolgreichen einmonatigen Testphase resümiert Global Solutions Projektleiter Dieter Lindermaier: "Durch die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Global Solutions, hs²n und BMF konnte der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden, wir sehen dem Start am 1. Februar 2010 gelassen entgegen".

EMCS MESSAGE CENTER Aus dem Projekt resultierend entstand das Produkt "EMCS Message Center", bei dem die EMCS relevanten Daten zusätzlich über eine Weboberfläche kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden können. Für dieses Produkt gibt es laut einer Aussendung Interesse von betroffenen Unternehmen, die für den EU-weiten Start von EMCS im Februar bzw. April 2010 gerüstet sein müssen. "Insbesondere für Unternehmen mit viel Sendevolumen stellt eine automatisierte Sendung der EMCS Meldungen eine große Arbeitserleichterung in Vergleich zur manuellen Eingabe über die vom Bundesministerium für Finanzen zur Verfügung gestellte Website dar", so hs²n-Projektleiter Gerald Novak. (pi/rnf)

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