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13.01.2010 Rudolf Felser

Starkes Wachstum für mobiles Breitband in Europa

Ein Bericht, der von dem Marktforschungsunternehmen CCS Insight veröffentlicht wurde, prognostiziert ein explosionsartiges Wachstum für das mobile Breitband in Europa. In Norwegen und Schweden geht schon 2010 die kommerzielle LTE-Phase los.

Auch wenn die Gegebenheiten auf den fünf größten Märkte Europas unterschiedlich seien, so zeichneten sie sich doch alle durch Wachstum aus, das durch die mobilen Breitbandtechnologien HSPA und HSPA+ begünstigt werde, ist dem Bericht zu entnehmen. Den Ergebnissen des Berichts zufolge werden sich bis zum Jahr 2011 die Nutzer- und Umsatzzahlen auf dem europäischen Markt für mobiles Breitband fast verdoppelt haben: Die Gesamtanzahl der Breitbandnutzer in den wichtigen Märkten Europas wird von rund 22 Millionen Ende 2009 auf über 43 Millionen im Jahr 2011 steigen. Der Gesamtumsatz für den mobilen breitbandigen Zugang auf den Schlüsselmärkten wird von weniger als sechs Mrd. Euro 2009 auf über elf Mrd. Euro in 2011 zunehmen.

"Aus dem Bericht geht eindeutig hervor, dass die Mobilfunknetzbetreiber in Europa mit den richtigen Investitionen in das Netz erleben werden, dass die Verbreitung des mobilen Breitbands innerhalb der nächsten zwei Jahre erheblich zunehmen wird", so Michael O’Hara, Chief Marketing Officer der GSMA. "Die HSPA-Technologie wird diese rasche Verbreitung in Europa noch fördern und die Mobilfunknetzbetreiber und ihre Kunden profitieren weiterhin von den expandierenden, dynamischen und attraktiven Nutzungsmöglichkeiten. Es gibt eine Vielzahl an HSPA-fähigen Geräten und die HSPA-Technologie hat Roaming-Funktionen etabliert, die Benutzern in ganz Europa, die unterwegs sind, Breitbandverbindungen in Hochgeschwindigkeit ermöglichen."

O’Hara weiter: "Die GSM-Technologien entwickeln sich weiter und wir beobachten einen starken Ausbau der HSPA+- und LTE-Netze, sodass die Nutzer des mobilen Breitbands noch schnellere Übertragungsraten erleben werden, die definitiv mit den Breitbandangeboten für das Festnetz konkurrieren können."

Shaun Collins, Managing Director von CCS Insight, fasst den Bericht mit folgenden Worten zusammen: "Der Wettbewerb wird sich erheblich auf die Verbreitung des mobilen Breitbands in Europa auswirken - sowohl in Bezug auf einen Anstieg der Nutzerzahlen als auch auf den Durchschnittumsatz pro Nutzer für die Betreiber. Wir erwarten nicht nur Wachstum auf diesem Markt, sondern auch dynamische Veränderungen in Europa, da in Frankreich und Spanien - die Länder, in denen das mobile Breitband am wenigsten verbreitet ist - die Benutzerzahlen in den nächsten Jahren am stärksten steigen werden."

Die Kernpunkte des Berichts von CCS Insight sind wie folgt:

  • Während in Italien die Nutzung am häufigsten per Minute abgerechnet wird, bieten die Betreiber in anderen Ländern, insbesondere in Großbritannien, in erster Linie Flatrates an, also die Nutzung zum Pauschaltarif.
  • Von den größten Märkten Europas ist das mobile Breitband in Frankreich und Deutschland am teuersten. In Frankreich kann der Preis pro 4 Gigabyte Daten bei fast 85 Euro monatlich liegen und in Deutschland sind Tarife von 45 Euro pro Gigabyte möglich.
  • Im europäischen Vergleich der fünf größten Märkte liegt Großbritannien beim mobilen Breitband am unteren Ende der Preisskala. Hier herrscht ein harter Konkurrenzkampf und es gibt Tarife, bei denen die Nutzer weniger als 17 Euro monatlich für einen Datenverkehr von 3 Gigabyte und weniger als fünf Euro je Gigabyte Daten zahlen.
  • In Frankreich und Spanien werden die Nutzerzahlen des mobilen Breitbands am schnellsten steigen und wachsende Kundenzahlen - sowie ein vierter Betreiber in Frankreich - werden mit einer Reduzierung der durchschnittlichen Tarife einhergehen.
  • Die am häufigsten verwendeten Datenvolumen in Europa betragen ein Gigabyte, drei Gigabyte und fünf Gigabyte pro Monat.

LANDESWEITES LTE IN SCHWEDEN UND NORWEGEN Jüngstes Beispiel für die Aufrüstung von Netzinfrastruktur: Im Laufe des Jahres 2010 plant Teliasonera in den 25 größten Städten in Schweden und den vier größten Städten in Norwegen, darunter auch in Oslo, LTE kommerziell anzubieten. Ericsson wird hierzu LTE-Funkzugangstechnik sowie als alleiniger Ausrüster das gemeinsame Vermittlungsnetz (Core Network) für alle nordeuropäischen und baltischen Länder liefern.

Nordeuropa ist – so wie Österreich mittlerweile auch – traditionell ein Vorreiter für neue Telekommunikationslösungen. Dies gilt auch für die Einführung von LTE/4G durch Teliasonera. Lars Klasson, Senior Vice President und Chief Technology Officer der Business Area Mobility Services bei Teliasonera: "Wir haben uns für Ericsson als Ausrüster für das 4G-Vermittlungsnetz sowie für den Ausbau des Funknetzes in Schweden und Norwegen entschieden. Das Angebot hat uns in Verbindung mit der hohen Qualität der Technik überzeugt. Unsere Kunden sind die weltweit ersten Verbraucher, die kommerzielle 4G-Angebote genießen. Der mobile Breitbandverkehr wächst in den nördlichen Ländern rasant. Unser 4G-Angebot befriedigt die steigende Nachfrage nach höheren Geschwindigkeiten und größeren Netzkapazitäten."

Mikael Bäckström, President von Ericsson Nordic and Baltics, ergänzt: "Für die nächste Generation von Mobilfunknetzen, die eine viel höhere Datenmenge transportieren, ist die Qualität des Netzes entscheidend. Wir liefern Teliasonera unsere neuesten Lösungen und haben dafür das Vertrauen des Kunden erhalten. Wir werden ebenso engagiert am reibungslosen Netzauf- und -ausbau wie an der Einführung neuer Anwendungen mitwirken."

Teliasonera hatte erst kürzlich mit der Unterstützung von Ericsson das weltweit erste und größte LTE-Angebot in Stockholm gestartet.Darüber hinaus ist Ericsson kommerzieller Ausrüster für drei weitere Netzbetreiber weltweit: Verizon Wireless und MetroPCS in den USA sowie NTT DoCoMo in Japan. Zusammen mit NTT DoCoMo hat Ericsson im Jahre 2004 die LTE-Standardisierung im 3GPP-Gremium initiiert. (rnf/pi)

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