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24.02.2010 Alex Wolschann/pi

Neuer Ärger um Digitale Dividende

Die Neuvergabe von Frequenzen, die durch die TV-Digitalisierung frei werden, wird als Digitale Dividende bezeichnet.

Gerade dieses Frequenzband von 790 bis 862 MHz wird neben Rundfunkanbietern, Funkmikrofon- und Hörhilfen-Benutzern vor allem auch von den Kabelnetzbetreibern verwendet. Sollte die Mobilfunkindustrie das Frequenzband der Digitalen Dividende in Zukunft im üblichen Ausmaß nutzen, steht auch der Kabel-TV-Infrastruktur dieser Frequenzbereich nicht mehr ungestört zur Verfügung.

Dieser Ansicht ist jedenfalls Alois Ecker, Vorstand von Kabelsignal: »Die Qualität der heimischen Kabelnetze ist im Europavergleich erstklassig. Dafür wurden in den vergangenen Jahren auch hunderte Millionen Euro investiert. Diese Investitionen könnten bei einer zu starken Nutzung der Digitalen Dividende durch Mobilfunkanbieter unter Umständen wertlos gewesen sein.« Es bestehe die Gefahr von massiven Störungseinflüssen für Kabelnetzbetreiber und Endgeräte durch die schnellere Übertragunstechnologie LTE (Longterm Evolution), wie neben internationalen Studien nun auch eine aktuelle Erhebung von SBR Juconomy Consulting AG im Auftrag österreichischer Kabelnetzbetreiber festgestellt habe.

Um dieses Störpotenzial für Kabelnetzbetreiber und Endgeräte hintanzuhalten, bieten sich für Ecker drei Szenarien an: Ein Rückbau der Infrastruktur, eine Umrüstung auf Glasfaser sowie eine Abschwächung der Sendeleistung des Mobilfunkes.

Somit wäre laut Kabelsignal und Liwest ein fehlerfreies Funktionieren der Kabelinfrastruktur nur möglich, wenn die Mobilfunkindustrie unter Auflagen zur Reduktion der Sendeleistungen von Mobilfunknetzen operieren würde. Angesichts der getätigten Investitionen in die Errichtung von Kabelnetzen hätten Betreiber ein Interesse, dass andere Nutzer die geltenden Normen einhalten. Aus dieser Perspektive stelle laut Ecker die Einhaltung der Sendeleistungen durch den Mobilfunk die beste Lösung dar.

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