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21.04.2010 Christof Baumgartner

Smartphones bringen Geld

Der immer stärker wachsende Bereich mobile Datendienste könnte die sinkenden Umsätze der Mobilfunker auffangen. Bis 2015 hat das Segment ein Umsatzpotenzial von 27 Mrd. Euro.

Während Sprachumsätze weiterhin sinken, wird die Nutzung mobiler Datendienste bis 2015 um 25 Prozent pro Jahr wachsen. »Die hohe Nachfrage nach mobilen Datendiensten hat das Potenzial, den Rückgang der Sprachumsätze komplett zu kompensieren«, sagt Karim Taga, Telekom-Experte und Geschäftsführer von Arthur D. Little Austria (ADL). Das Marktforschungsunternehmen hat gemeinsam mit Exane BNP Paribas zum neunten Mal eine europaweite Studie zum Thema Mobilfunk durchgeführt. »Allerdings«, so Taga, »eine Umsatzsteigerung insgesamt ist nicht zu erwarten.« Die Steigerung entspricht den Angaben zufolge einem europaweiten Umsatzpotenzial von 27 Milliarden Euro.

Die Studie prognostiziert weiter, dass bis 2015 rund 60 Prozent aller Mobilfunkkunden ein Smartphone besitzen werden. 25 Prozent werden zudem mobile Breitbandverbindungen nutzen. Bis 2015 erwartet ADL eine Explosion des mobilen Datenverkehrs um den Faktor 32, so dass neue Netzinvestitionen notwendig werden. Mobilfunkbetreiber sollen diese jedoch begrenzen können, indem sie zunächst in HSPA+ statt in die nächste Mobilfunkgeneration LTE investieren, intensiver bei Netzausbauvorhaben kooperieren und Möglichkeiten zur Ableitung des mobilen Datenverkehrs auf Festnetzinfrastruktur nutzen. Die Quote Investitionen/Umsatz dürfte daher laut ADL im europäischen Durchschnitt maximal von zehn auf zwölf Prozent ansteigen.

In Österreich haben die Umsätze aus mobilen Datendiensten durch Smartphones 2009 deutlich zugenommen und den Netzbetreibern neue Kundensegmente eröffnet. Der durchschnittliche österreichische Smartphone-Nutzer verbraucht derzeit zwischen 150 und 200 MB pro Monat – Tendenz steigend. Der damit verbundene durchschnittliche Daten-Umsatz exklusive SMS und MMS ist ebenfalls angestiegen, was vor allem auf den Umstieg der Nutzer auf größere Datenpauschalen zurückzuführen ist.

Auch am PC und am Laptop wird immer häufiger via Mobilfunk gesurft: Mit einer Bevölkerungs-Penetration von 14,5 Prozent bei mobilen Datenkarten (Ende 2009) belegt Österreich nach wie vor den Spitzenplatz in der EU. ADL rät Mobilfunkanbietern, sich nicht nur auf das iPhone zu verlassen, sondern Smartphones weiterer Hersteller anzubieten. Damit würden sie zugleich ihre »zunehmende Abhängigkeit von der Applikationsplattform Apples, dem App Store«, reduzieren.

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