Streit um Digitale Dividende geht in die nächste Runde Detail - Computerwelt

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21.04.2010 apa/Christof Baumgartner

Streit um Digitale Dividende geht in die nächste Runde

Sollten nicht mehr benötigte TV-Frequenzen an die Mobilfunker abgegeben werden, könnte dies zu technischen Störungen im TV-Empfang und zu Mehrkosten für TV-Nutzer führen. Davor warnt das Bundesgremium des Elektrohandels in der Wirtschaftskammer.

Sollten nicht mehr benötigte TV-Frequenzen – die so genannte Digitale Dividende – an die Mobilfunkbranche abgegeben werden, könnte dies zu technischen Störungen im TV-Empfang und zu Mehrkosten für einige TV-Nutzer führen. Davor warnt das Bundesgremium des Elektrohandels in der Wirtschaftskammer. Die Handynetzbetreiber räumen zwar ein, dass es zu Zusatzbelastungen kommen werde, diese würden aber keineswegs im zig-Millionen-Bereich liegen. Außerdem dürften die Probleme nicht dazu führen, dass der Ausbau mit Breitband-Internet am Land dadurch gestoppt werde, so die Interessenvereinigung der Mobilfunker, das Forum Mobilkommunikation (FMK).

Laut WKÖ müssten mehr als eine Million Haushalte, die TV-Programme digital terrestrisch empfangen, im Regelfall die DVB-T-Box austauschen, da sie sonst einen gestörten oder gar keinen Bildempfang haben. Die Elektrobranche hat nun ein Gutachten in Auftrag gegeben, das etwaige Schadensersatzansprüche klären soll. »Es stellt sich nämlich das Problem, dass bei Bildstörungen, verursacht durch die möglicherweise Änderung der Empfangssituation, Gewährleistungs- und Garantieansprüche geltend gemacht werden«, so Gremialobmann Wolfgang Krejcik. FMK-Präsident und Orange-Chef Michael Krammer beruhigt: »Beeinflussungen lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen, jedoch sollten diese laut aktuellen Untersuchungen nur in wenigen Fällen eintreten und schon bei einer Entfernung von einem Meter zwischen Handy und TV-Gerät oder Settop-Box nicht mehr gegeben sein. Eine Umrüstung würde sicher keinen zu unterschätzenden Betrag ausmachen, aber jedenfalls weit unter den kolportierten Kosten in der Höhe von zig Millionen Euro liegen.« Auch »3«-Chef Berthold Thoma verweist darauf, dass Probleme nur bei alten, nicht abgeschirmten Settop-Boxen auftreten. »Wir sind davon überzeugt, dass dieses Problem bewältigt werden kann, wie es uns auch das benachbarte Ausland zeigen wird«, so Thoma.

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