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07.05.2010 Rudolf Felser

A1: 100 Mbit/s mit serienreifen LTE-Endgeräten

Mobilkom Austria hat heute erstmals in Österreich Übertragungsraten von 100 Mbit/s auf serienreifen LTE-USB-Geräten gezeigt – vorerst unter Laborbedingungen. Dennoch: Technisch sind damit wichtige Vorbereitungen getroffen, LTE auch im Live-Netz anzubieten.

Während der Ausbau der aktuell schnellsten in Österreich kommerziell verfügbaren Mobilfunktechnologie, nämlich HSPA+, im A1-Netz und auch andernorts weiter voranschreitet und immer mehr Kunden auch entsprechende Endgeräte nutzen, sind im Labor bereits alle Systemkomponenten für LTE (Long Term Evolution) in Betrieb.

"Technisch sind wir bestens auf LTE vorbereitet. Wir haben ein fertiges System im Labor und erweitern gleichzeitig auch die Kapazitäten im Live-Netz, indem wir die Anbindungen unserer Stationen an das leistungsfähige Glasfasernetz zügig vorantreiben", schildert Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Mobilkom Austria und Telekom Austria, den aktuellen Stand. Bis 2013 sollen etwa 4.000 Sendestationen mit Glasfaser verbunden werden – eine Voraussetzung um der rasant wachsenden Datenvolumina im Mobilfunknetz beizukommen.

Einem Spitzenwert von 100 Mbit/s im Mobilfunknetz geht natürlich professionelle und langfristige Planung voraus. Seit mehr als zwei Jahren arbeiten Netzplaner und Techniker bereits an LTE und haben alle wichtigen Entwicklungsschritte mit vollzogen. Im Jahr 2008 hat Mobilkom Austria erstmals LTE gezeigt. Damals waren die Endgeräte noch riesige Prototypen im Koffer- bzw. Kofferraum-Format.

Inzwischen sieht die ganze Sache schon anders aus: LTE-Basisstationen wurden, begleitet von umfangreichen Interoperabilitätstests im Labor, in Betrieb genommen und mit dem Core-Equipment der nächsten Generation (Evolved Packet Core) in einer Live-Umgebung integriert. Der Hauptteil der Arbeiten besteht aber im Testen, dem Überprüfen aller Funktionalitäten und dem Fine-Tuning der Konfiguration, um ein Performance-Maximum zu erreichen. "Nur so können wir die LTE-Performance und -Coverage in einer realen Umgebung überprüfen und die Stabilität des LTE-Systems evaluieren, um bestens für die künftigen Kundenanforderungen gerüstet zu sein", erläutert Ulrich Rokita, Bereichsleiter Mobile Network Planning, Mobilkom Austria und Telekom Austria.

Freilich wird es auch bei LTE nicht der Fall sein, dass eine einzelner Nutzer sich über eine Datenrate von 100 Mbit/s freuen kann. Wie auch bei den bisherigen Technologien handelt es sich um einen theoretischen Wert, der in der Praxis kaum erreicht werden wird. In der Werbung werden wir die 100 Mbit/s-Versprechen aller Voraussicht nach dennoch sehen. (rnf/pi)

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