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10.05.2010 Rudolf Felser

DRAGON optimiert drahtlose Zugänge zu Multimedia-Diensten

Im Zuge des DRAGON-Projektes forscht ein europäisches Team nach neuen Wegen, um den drahtlosen Zugang zu Multimedia-Diensten und neuartigen Anwendungen zu verbessern.

Das Projekt DRAGON (Design methods for Radio Architectures GOing Nanoscale) ist ein durch die Europäische Kommission unter dem Siebenten Rahmenprogramm kofinanziertes Gemeinschaftsprojekt. Es startete offiziell am 1. Februar 2010 und hat eine geplante Laufzeit von 36 Monaten.

Durch den stetigen Anstieg von Datenübertragungsraten müssen neue Wege gefunden werden, welche den Energieverbrauch pro gesendetem oder empfangenem Datenbit senken, einerseits um Energie zu sparen, und andererseits um thermische Probleme zu vermeiden. DRAGON hat sich zum Ziel gesetzt, neue Design-Methoden, innovative Systeme und Schaltkreis-Lösungen für eine neuartige RF Transceiver-Architektur zu entwickeln, welche den drahtlosen Zugang zu einer ganzen Reihe von Multimedia-Diensten und neuen Anwendungsgebieten, wie zum Beispiel im Gesundheitswesen, der öffentlichen Sicherheit oder bei automatischen Überwachungssystemen, verbessern soll.

Der Schwerpunkt liegt in der konsequenten Verwendung von nm-CMOS-Technologien für alle Funkkomponenten, um mit der Skalierung modernster digitaler CMOS Designs und Technologien mithalten zu können. Schätzungen zufolge sollte die Zahl der weltweiten Benutzer von Mobilfunk-Diensten Ende 2009 4,5 Mrd. überstiegen haben. Um sowohl einen akzeptablen Energieverbrauch als auch annehmbare Sprechzeit und Leistung erzielen zu können, müssen den Forschern zufolge modernste CMOS-Technologien mit ihren steigenden Integrationsmöglichkeiten eingesetzt werden. Die Vision des Projektes ist es, mehr Funktionalität und Leistung zu niedrigeren Kosten anbieten zu können, aber gleichzeitig auch Skalierbarkeit und Anwendbarkeit zu verbessern.

"Mit dem DRAGON-Projekt sprechen wir wichtige technische Themen für Mobilfunk-Transceiver der nächsten Generation an, wie zum Beispiel Energieverbrauch, skalierbare Leistung im Multi-Standardeinsatz, sowie Kosteneffizienz", so Sven Mattisson, Entwicklungsleiter für analoges Systemdesign in der Abteilung Multimedia bei Ericsson AB, Schweden, und technischer Leiter des Projektes. "Durch Nutzung der nm-CMOS Technologie, neuartiger Schaltkreistechniken und Designmethoden hoffen wir bedeutende Verbesserungen im Vergleich zu bestehenden Lösungen nachweisen zu können. So sollen Verbesserungen z.B. im Bezug auf Integration und Energie pro gesendetem oder empfangenem Informationsbit, nicht nur für zukünftige LTE-Standards, sondern auch für bestehende erreicht werden."

Das DRAGON Konsortium führt Partner und Kompetenzen aus Europas Unternehmen in den Bereichen der Nanoelektronik und Drahtlos-Kommunikation, ein Forschungsinstitut und drei Universitäten mit Funk-Chip Designern und Systemexperten zusammen. Universitäten nehmen teil um einen optimalen Innovationsgrad zu erreichen und Grenzen des aktuellen Standes der Technik zu überwinden. Projektpartner sind Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft (AT), Ericsson AB (SE), Infineon Technologies Austria (AT), Lund University (SE), Katholieke Universiteit Leuven (BE), imec (BE) sowie die Technische Universität Graz (AT). (pi/rnf)

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