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19.05.2010 Christof Baumgartner

Breitbandausbau ohne Hürde

Die Telekom Austria will nicht nur in Österreich, sondern auch in Südosteuropa den Breitbandausbau forcieren. CEO Hannes Ametsreiter warb in Brüssel für administrative Erleichterungen.

Die Kluft beim Zugang zu Breitbandinternet zwischen Ost- und Südosteuropa und Westeuropa wird immer größer und es bedarf verstärkter Anstrengungen, um der Region zu helfen, die digitale Kluft, wie von der EU Agenda 2020 vorgesehen, zu schließen. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut Frontier Economics. Als Parameter, die die Breitbanddurchdringung wesentlich beeinflussen, gehen aus der Studie durchschnittliches Einkommensniveau, Ausstattung mit Hardware und Netzabdeckung hervor. Dank Boris Nemsic, der als Generaldirektor der Telekom Austria Gruppe (TA) eine offensive Expansionspolitik betrieben hat, ist die TA in dieser Region stark vertreten und will nun dabei helfen, die Lücke zu schließen. Aus diesem Grund war der aktuelle Chef der TA, Hannes Ametsreiter, kürzlich in Brüssel, um für eine Beseitigung administrativer und regulatorischer Hürden beim Breitbandausbau in der Region zu werben. Unternehmen seien mit erheblichen administrativen Hürden konfrontiert, wenn es um den Ausbau von Breitband-Infrastruktur geht, so Ametsreiter. In Bulgarien und Serbien beispielsweise kann es mehr als ein Jahr dauern, bis alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau einer neuen Basisstation vorhanden sind. Auch bei mobilem Breitband ist die Schere zwischen Westeuropa und Ost- und Südosteuropa in den vergangenen Jahren weiter aufgegangen – und das trotz des großen Nachfragepotenzials nach mobilem Breitband, was mit der geringen Festnetz-Breitbandversorgung der Region zusammenhängt.

WEITERE INVESTITIONEN »Es ist wichtig, die digitale Kluft zwischen Westeuropa und der Region Ost- und Südosteuropa zu schließen. Dies beinhaltet eine europaweite Allokation der Frequenzen aus der digitalen Dividende, effiziente Bedingungen für den Netzwerkausbau, die regulatorische Freiheit für die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, die Schaffung eines positiven beziehungsweise Abschaffung eines negativen Steuerregimes sowie die Umsetzung nachfragewirksamer Maßnahmen durch die Regierungen«, so Ametsreiter. Das Unternehmen hat bisher mehr als vier Milliarden Euro in seine Telekommunikationsaktivitäten in Ost-und Südosteuropa gesteckt und will weiter investieren. George Houpis von Frontier Economics hält fest: »Trotz der Verkleinerung der Einkommensunterschiede zwischen Westeuropa und der untersuchten Region hat sich die Breitband-Lücke weiter vergrößert. Das bedeutet, dass es in der Region Hindernisse für das Breitbandwachstum gibt, die die Regierungen überdenken müssen.« Auch EU-Kommissar Johannes Hahn, verantwortlich für die Regionalpolitik der EU, sprach von der Notwendigkeit eines flächendeckenden Breitbandausbaus bis 2013. »Gerade aus Sicht der Regionalpolitik ist die Versorgung des ländlichen Raums mit Breitband der richtige Weg, um die digitale Kluft zu schließen, die zwischen Internet-Nutzern und jenen klafft, die keinen Zugang zu diesem Service haben.«

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