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25.05.2010 Alex Wolschann/apa

Nokia: Apps revolutionieren Mobilfunkgeschäft

Für Handyhersteller bedeutet das Geschäft mit den Apps ein Umdenken, da es nicht mehr um verkaufte Stückzahlen geht, sondern welche Umsätze gemacht werden können.

Software-Anwendungen fürs Handy (engl. Apps) boomen und sind innerhalb kürzester Zeit zu einem Milliardenmarkt geworden. Für die Handyhersteller bedeutet dies ein grundsätzliches Umdenken, da es nicht mehr darum geht, wie viel Stück verkauft werden, sondern welche Umsätze mit diesen Geräten gemacht werden können, so Nokia-Österreich-Chef Greig Williams im Gespräch mit der APA.

32 Prozent der Handynutzer surfen bereits mit dem Handy im Internet, geht aus einer Onlineumfrage im Auftrag von Nokia hervor (Sample: 600). 27 Prozent der Befragten haben angegeben, bereits Apps zu nutzen. Überraschend ist: Trotz Firmenhandys tragen 82 Prozent der Befragten die laufenden Kosten ihres meistgenutzten Mobiltelefons selbst. Weiters auffallend ist, dass 29 Prozent behaupten, dass sie ein High-End-Handy (iPhone. Blackberry, etc.) besitzen. Als Eigentümer eines 0815-Gerätes haben sich nur 42 Prozent geoutet.

Williams räumte ein, dass Handy-Weltmarktführer Nokia diesen Trend ein wenig verschlafen habe, aber nun voll auf Kurs sei. Und auch wenn alle Welt vom Apple iPhone rede, der Marktanteil des Geräts sei verschwindend gering gegenüber dem von Nokia. Außerdem würden weltweit fast die Hälfte aller Smartphones mit dem von Nokia verwendeten Betriebssystem Symbian ausgeliefert. Weltweit würden vier von zehn Smartphones von den Finnen verkauft, rechnete Williams vor.

Hier bewähre es sich, dass Nokia das ganze Preisband von Low-End- bis High-End-Handys anbiete. Die wachsende Konkurrenz durch den chinesischen Anbieter HTC sieht Williams sportlich. Die Konkurrenz aus China wäre auch gekommen, hätten die europäischen Mobilfunker nicht das Reich der Mitte ursprünglich als verlängerte Werkbank benutzt. Er erinnerte daran, als Nokia die Gratistelefonie über Skype am Handy ermöglichte. Zuerst sei der Schock der Mobilfunkbetreiber groß gewesen, aber sie hätten einsehen müssen, dass der Preisverfall bei der Sprachtelefonie nicht aufzuhalten sei.

Neben den trendigen Touchscreen-Handys sieht Williams eine verstärkte Nachfrage nach "Messaging-Geräten" - vor allem bei Privatnutzern. Der Pionier in diesem Bereich, die US-Firma RIM mit ihrem "Blackberry", wachse derzeit in den USA "unglaublich schnell". Nokia werde jedenfalls in den nächsten Monaten vermehrt derartige Geräte in Österreich anbieten - in allen Preisklassen, wie Williams betonte.

Allgemein beobachtet der Nokia-Boss eine verstärkte Entwicklung hin zum ungestützten, betreiberfreien Handy. In Portugal und Frankreich sei bereits vor einem Jahr die Stützung durch die Netzbetreiber praktisch weggefallen, wodurch zwar kurz der Handyabsatz eingebrochen sei, sich aber nach einigen Monaten wieder erholt habe.

Williams erwartet für das heurige Geschäftsjahr eine stabile Entwicklung, die Mitarbeiterzahl werde mit 75 Personen ebenfalls konstant bleiben. Von Wien aus betreut Nokia die Region "Alps South East Europe". Zu ihr gehören neben Österreich die Schweiz, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Zypern, Israel, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Kosovo und Albanien betreut. Nokia-Offices gibt es in Wien, Zürich, Zagreb, Sofia und Athen.

Zur Entwicklung in Griechenland meinte Williams - nach kräftigem Durchatmen: Schon die Krise in Ungarn vor einigen Jahren habe gezeigt, dass der Mobilfunksektor davon wenig betroffen ist. Aber natürlich stehe das Land vor gewaltigen Herausforderungen.

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