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28.05.2010 Alex Wolschann/apa

Hartes Ringen um Handy-Fernsehen per DVB-H

Über die Zukunft von Fernsehen am Mobiltelefon per DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handheld) könnte rund zwei Jahre nach dem Start in Österreich eine Entscheidung fallen.

Über die Zukunft von Fernsehen am Mobiltelefon per DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handheld) könnte rund zwei Jahre nach dem Start in Österreich eine Entscheidung fallen. Die Mobilkom Austria stellt den Dienst jedenfalls "aus derzeitiger Sicht" mit Jahresende ein. Orange Austria und "3" dürften sich in intensiven Verhandlungen mit dem Betreiberkonsortium Media Broadcast befinden.

Es gebe keine entsprechenden Endgeräte, von den Handyherstellern sei diesbezüglich in nächster Zeit auch nicht allzu viel zu erwarten und der aktuelle Stand beim Netzausbau führe zu einigen Einschränkungen, erklärte Mobilkom-Pressesprecher Werner Reiter gegenüber den APA-Branchendiensten. "Derzeit denken wir nicht daran, das weiter zu führen. Da müsste es schon zu dramatischen Änderungen bei den Rahmenbedingungen kommen", so Reiter. Die Media Broadcast wollte ebenso wie die Mobilfunker Orange und "3" keinen Kommentar zum Stand der Verhandlungen abgeben.

"Mobiles Fernsehen hat große Chancen, bei DVB-H bin ich aber eher skeptisch. Offenbar zieht das zu wenig stark", gab sich auch Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Bereich Rundfunk, im Gespräch mit den APA-Branchendiensten überzeugt. "Ich sehe keine Zunahme bei den Erfolgschancen, sondern eher eine Abnahme", verwies er auf eine Reduktion des Engagements mancher Länder bei DVB-H - etwa Spanien. In der Schweiz hat die Swisscom laut eigenen Angaben zuletzt "ein paar Hundert" Kunden verzeichnet und DVB-H daher komplett eingestellt.

DVB-H wurde in Österreich am 6. Juni 2008 gestartet, pünktlich vor Beginn der Fußball-EM. Die Nutzerzahlen blieben aber weit hinter den Erwartungen zurück: Im zu Jahresbeginn von der Kommunikationsbehörde KommAustria und der Regulierungsbehörde RTR publizierten Digitalisierungsbericht 2009 ist von lediglich 20.000 bis 30.000 Kunden "laut inoffiziellen Schätzungen" die Rede.

Als Gründe für den Misserfolg gelten bei Experten der Mangel an geeigneten Endgeräten und die Kleinheit des heimischen Marktes. Die Hersteller würden Handys mit individuellen Leistungsmerkmalen - etwa DVB-H-Tauglichkeit - erst ab Bestellmengen in Höhe von mindestens 100.000 Stück produzieren, heißt es dazu im Digitalisierungsbericht.

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