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28.06.2010 Alex Wolschann/apa

Surfen im Ausland: Preisvorteile bei Orange und "3"

Internetsurfen im Ausland bleibt auch trotz der neuen EU-Verordnung sehr teuer, warnt die Arbeiterkammer (AK). Während die Österreicher im Inland für ein MB rund 18 Cent zahlen, müssen im Ausland im Schnitt ca. 7 Euro ausgelegt werden.

Internetsurfen im Ausland bleibt auch trotz der neuen EU-Verordnung sehr teuer, warnt die Arbeiterkammer (AK). Während die Österreicher im Inland für ein MB rund 18 Cent zahlen, müssen im Ausland im Schnitt ca. 7 Euro ausgelegt werden. Laut AK haben lediglich die kleineren Anbieter Orange und "3" ihre Angebote geändert. Sie würden Preisvorteile durch das eigene internationale Handynetz an die Kunden weitergeben, während das T-Mobile nicht getan habe.

Grundsätzlich gilt: Auch im Ausland sind Wertkartenangebote deutlich teurer als Vertragsbindungen. In der AK-Studie schnitt die Wertkartentochter Bob der Mobilkom am schlechtesten ab, der knapp 21 Euro für ein Megabyte verrechnet.

Seit 1. Juli 2009 gibt es Höchstgrenzen für das Datenroaming innerhalb der EU. Limit ist ein Euro pro Megabyte. Das gilt aber nur für die Anbieter untereinander, also was ein Netzanbieter einem anderen verrechnen darf. "Bei den Preisen für Konsumenten fehlen noch Preisgrenzen", bedauert die Arbeiterkammer. Seit 1. März 2010 darf monatlich nur 60 Euro verrechnet werden - außer der Kunde vereinbart mit dem Anbieter eine niedrigere oder höhere Preisobergrenze. "Wer sich bis 1. Juli nicht ausdrücklich für eine andere Grenze entschieden hat, für den gilt die 60-Euro-Grenze. Bei B-Free (A1), T-Mobile, Tele.Ring, Drei und Orange kommt ausschließlich das 60-Euro-Limit zum Einsatz. A1 (bei A1 Bob, Red Bull Mobile) bietet über dieses Standardlimit hinaus noch zusätzliche Höchstbeträge an (120, 300 und 600 Euro)", betonte die Arbeiterkammer am Montag (28. Juni) in einer Aussendung.

Knapp vor Erreichen des vereinbarten Höchstbetrages müsse der Anbieter seinen Kunden warnen (SMS, E-Mail). Bei Erreichen des Höchstbetrags werde der Kunde benachrichtigt, wie er den Datenroamingdienst weiter nutzen könne und welche Kosten dafür anfallen würden. Meldet sich der Nutzer nicht, müsste der Anbieter den Dienst sofort einstellen, so die Kammer.

Erst kürzlich warnte die Telekom-Regulierungsbehörde RTR vor Kostenfallen im Ausland. Selbst wenn die entstandenen Kosten auf ein Missgeschick des Kunden zurückzuführen und nahezu existenzbedrohend sind, zeigen sich die Mobilfunkbetreiber nur bedingt kulant. Zumindest die Kosten, die ihnen selbst entstanden sind, werden im Regelfall weiter verrechnet. So hatte eine Frau eine 37.000 Euro-Rechnung für Datenroaming in Kroatien erhalten. Die Hälfte der Kosten musste sie dann selbst tragen.

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