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28.06.2010 apa

Kapsch realisiert Digitalen Zugfunk für ÖBB

Bis 2013 werden die Funksysteme im Kernnetz von Analog auf Digital umgestellt. Auf 3.500 Kilometer Strecke (Gesamtnetz: rund 5.700 km) soll dann GSM-R eingesetzt werden.

Kapsch CarrierCom wird für die ÖBB am "Heimmarkt" Österreich um 82 Mio. Euro die Umrüstung auf das digitale System vollziehen. Im Lainzer Tunnel, der Ende 2012 in Betrieb gehen soll, wird die neue Funk-Technologie bereits eingebaut.

Die Abkürzung GSM-R steht für "GSM-Railways" und bezeichnet die speziell für Eisenbahnbetreiber entwickelte GSM-Technologie. Im Endstatus sind dann bei den ÖBB 15.000 mobile Endgeräte sowie 1.500 Triebfahrzeuge mit Digitalfunkanlagen im Einsatz. Die Vorteile des digitalen Zugfunks: Ein europaweit einheitlicher digitaler Funkstandard soll die Abläufe vereinfachen und das System sicherer machen.

SCHNELLERE ABFERTIGUNG Durch die Einigung auf einen europaweiten Standard könne der Digitalfunk künftig im grenzüberschreitenden Verkehr mit einheitlicher Ausrüstung eingesetzt werden. Mit dem neuen GSM-R-System können Güter- und Personenzüge an der Grenze schneller abgefertigt und an die Bahngesellschaft des Nachbarlandes übergeben werden, so Kapsch-Vertreter. Der GSM-R Funkstandard soll künftig die gesamte betriebliche Daten- und Sprachkommunikation im ÖBB-Kernnetz und im grenzüberschreitenden Bahnverkehr abdecken. Die traditionellen Signale werden schrittweise abgebaut. Seit Sommer 2008 ist das System bereits auf der Teststrecke Wels-Passau in Betrieb, in das Pilotprojekt wurden sieben Mio. Euro investiert. Der Testbetrieb habe sich bewährt, versichern die ÖBB.

Auch die Bahnkunden sollen vom neuen Funkstandard profitieren: Zwar sei GSM-R aus Sicherheitsgründen kein Funk für Handygespräche, sondern ein eigener Bahnfunk. Aber durch den Digitalfunk sollen neue Applikationen ermöglicht werden, z.B. Ticketing im Zug, elektronische Fahrgastinformation und Platzreservierungen.

Für Kapsch CarrierCom ist die Umrüstung von Bahnen auf Digitalfunk international ein großer Markt: "Wir sind Weltmarktführer", versicherte Kapsch-COO Schöpf. Geschäfte laufen schon mit den Bahnen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. In Mittel- und Osteuropa werden die Bahnen teilweise gleich mit Digitalfunk ausgerüstet, hier sieht Kapsch einen großen Hoffnungsmarkt. Aber auch bei außereuropäischen Projekten in Nordafrika und Israel will Kapsch "mitfunken". Für das Technologieunternehmen ist der digitale Zugfunk auch ein Jobmotor: Mehr als die Hälfte der insgesamt 720 Jobs in Österreich hänge damit zusammen. Die entsprechende GSM-R-Ausschreibung der ÖBB hat Kapsch übrigens bereits 2007 für sich entschieden (siehe auch "Kapsch rüstet ÖBB mit GSM-R aus). (apa/rnf)

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