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29.06.2010 Rudolf Felser

LTE-Demonstration im A1-Netz

Aus einem Bus in einem mit LTE (Long Term Evolution) versorgten Testgebiet in Wien Floridsdorf wurde eine Live-Schaltung in das Telepresence-System von Telekom Austria gemacht.

Die Anzahl der Kunden, die mobiles Breitband im A1-Netz nutzen, hat sich Angaben des Unternehmens zufolge seit Anfang 2006 mehr als versiebenfacht und liegt aktuell über 500.000. Dazu kommt, dass Multimedia-Anwendungen immer mehr Bandbreite brauchen. Eine Minute eines YouTube-HD-Videos hat ein Datenvolumen von etwa 20 MB, doch das ist eigentlich das untere Ende der Skala. Allein in den letzten fünf Jahren hat sich das Datenvolumen, das pro Monat im A1 Netz transportiert wird, um den Faktor 250 erhöht. "Wir gehen davon aus, dass die Wachstumskurve weiter stark nach oben gehen wird. In Zukunft werden diese Zuwächse nur durch eine intelligente Kombination von neuesten Mobilfunktechnologien und Festnetz bewältigt werden können", ist Hannes Ametsreiter, Generaldirektor von Mobilkom Austria und Telekom Austria überzeugt. "Daher beschäftigen wir uns seit Jahren intensiv mit LTE und starten nun live im A1 Netz", ergänzt CTO DI Walter Goldenits.

Um Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln, wurden Gebiete in Wien (Floridsdorf und Leopoldstadt) und Niederösterreich (St. Pölten) mit der neuen Mobilfunktechnologie versorgt. Die Sendeanlagen sind wie knapp tausend weitere an das TA-Glasfasernetz angebunden. "Mobilfunk ist eine Technologie, die Internet-Zugriff von unterwegs ermöglicht. Für stationäre Nutzung ist Festnetz deutlich besser geeignet. Unsere Kunden nutzen mobiles Breitband zu knapp 80 Prozent zu Hause", so Walter Goldenits. Daher laufen neben den LTE-Pilotprojekten auch Projekte für die direkte Versorgung mit Glasfaser in Villach, Klagenfurt sowie im 15. und 19. Wiener Gemeindebezirk.

Für die Demonstration von LTE wurde eine bandbreitenintensive Anwendungen verwendet: Mit Telepresence-Systemen sind Videokonferenzen möglich, bei denen sich die Gesprächspartner in Lebensgröße gegenübersitzen. Für die Übertragung des HD-Signals sind große Bandbreiten nötig, die LTE liefern kann. Zur Demonstration wurden aus einem fahrenden Bus A1-Technikexperten zu einer Konferenz zugeschaltet, an der auch Personen in Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Innsbruck teilnahmen. Walter Goldenits sieht in dieser Demo den Beweis, dass sein Technik-Team bestens für einen möglichen kommerziellen Betrieb von LTE vorbereitet ist.

Die Funktechnologie für das LTE-Pilotprojekt kommt vom chinesischen Netzwerkausrüster Huawei. Zusätzlich sind am Pilotprojekt Starent / Cisco als Lieferant für den Evolved Packet Core, Blueslice für den Home Subscriber Server sowie Kapsch CarrierCom für die Integration der Backend-Komponenten beteiligt. (pi/rnf)

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