3 setzt weiter auf Preiskampf Detail - Computerwelt

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12.07.2010 apa/Christof Baumgartner

3 setzt weiter auf Preiskampf

Der Mobilfunkanbieter "3" setzt auch unter seinem neuen Chef Jan Trionow voll auf Preiskampf trotz umfangreichen Netzausbaus.

Die Erfolge im mobilen Datengeschäft hätten die Strategie des verstorbenen Ex-"3"-Chefs Berthold Thoma bestätigt, der eingeschlagene Kurs werde daher beibehalten, soTrionow. "Wir hatten 2009 das stärkste Wachstum von allen Netzbetreibern - und wir waren die einzigen mit einem Umsatzwachstum", so Trionow weiter. Allerdings schreibe das Unternehmen noch immer keine schwarzen Zahlen, man sei aber "nicht mehr so weit davon entfernt".

BOOM BEI SMARTPHONES Besonders gut gelaufen sei zuletzt die Werbeaktion "Superphones", wodurch innerhalb von Wochen der Verkauf von Smartphones verdreifacht werden konnte. Wann "3" das iPhone anbieten wird, wollte Trionow mit Verweis auf die strenge Geheimhaltungspolitik vom Hersteller Apple nicht verraten. Das iPad werde "3" jedenfalls nicht anbieten, es wird aber spezielle Tarife dafür geben. Sehr zufrieden zeigte er sich mit Mobile TV, das keineswegs ein Nischenprogramm sei. 86.000 "3"-Kunden hätten sich die Fußball-WM auf dem Handy angesehen, am beliebtesten war dabei der Sender ORF1.

Derzeit hat der kleinste heimische Mobilfunker nach Eigenangaben 905.000 Kunden, vor fünf Jahren waren es 240.000. Dank der Offensive bei mobilen Internetanschlüssen sei man bereits hinter der Telekom und UPC der drittgrößte Internetprovider in Österreich. Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Mitbewerber versuchen würden, "3" aus den Markt zu drängen. "Die anderen wollen ein Oligopol wie bei den Tankstellen, um dann die Preise zu erhöhen", gab sich Trionow kämpferisch. "3" habe mittlerweile eine Netzabdeckung von 94 Prozent - bei T-Mobile und Orange seien es nur 75 beziehungsweise 74 Prozent.

Für einen weiteren Netzausbau, insbesondere in dünn besiedelten Gebieten, seien Kooperationen mit anderen Mobilfunkbetreibern eine gute Idee, konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Eine Zusammenarbeit mit einem Festnetzanbieter wie UPC oder Tele2 sei nicht angedacht, so Trionow.

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