Digitale Dividende: Versteigerung ab Ende 2011 Detail - Computerwelt

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20.07.2010 apa/Oliver Weiss

Digitale Dividende: Versteigerung ab Ende 2011

Die Regierung hat am 20. Juli den Zeitplan für die Vergabe der durch die TV-Digitalisierung freigewordenen Frequenzen bekräftigt. Die "Digitale Dividende" soll demnach ab Ende 2011/Anfang 2012 an die Mobilfunkunternehmen versteigert werden.

Die Regierung hat am 20. Juli den Zeitplan für die Vergabe der durch die TV-Digitalisierung freigewordenen Frequenzen bekräftigt. Die "Digitale Dividende" soll demnach ab Ende 2011/Anfang 2012 an die Mobilfunkunternehmen versteigert werden. In Deutschland hat die Auktion rund 4,4 Mrd. Euro gebracht.

Die "Digitale Dividende" betrifft vorerst den Frequenzbereich zwischen 790 und 862 Megahertz (MHz): Weil digitales Fernsehen mit einem deutlich schlankeren Signal auskommt, als das ältere analoge TV, werden diese Frequenzen für die Ausstrahlung des digitalisierten Fernsehprogramms nicht mehr benötigt und können künftig anderweitig genutzt werden. Nach einigem Tauziehen zwischen TV-Anbietern und Mobilfunk-Betreibern haben sich Kanzleramt und Infrastrukturministerium Ende April zu einer Vergabe an die Telekom-Branche durchgerungen.

Beginnen soll die Versteigerung der Frequenzen nach dem am Dienstag (20. Juli) im Ministerrat beschlossenen Zeitplan Ende 2011/Anfang 2012. In Deutschland hat die Auktion im Mai 4,4 Mrd. Euro in die Staatskasse gespült. Ein Vergleich ist allerdings nur bedingt möglich, zumal in Deutschland ein insgesamt größeres Frequenzband versteigert wurde. Und schon vor zehn Jahren hatte die Versteigerung der UMTS-Frequenzen in Deutschland 50 Mrd. Euro gebracht, in Österreich kamen dann allerdings statt der erwarteten 2,9 Mrd. Euro nur 832 Mio. Euro herein. Im Büro von Infrastrukturministerin Doris Bures (S) wollte man sich am Dienstag nicht zu einer Einnahmenschätzung hinreißen lassen.

Gelöst wurde nach Angaben des Infrastrukturministeriums auch das unter anderem von Kulturveranstaltern aufgeworfene Problem, dass die derzeit verwendeten Funkmikrofone künftig von Handys gestört werden könnten, die im neuen Frequenzband funken. Demnach könnte den Funkmikrofonen eine "Frequenzlücke" zwischen 821 und 832 Megahertz zur Verfügung gestellt werden, die für den Mobilfunk aus technischen Gründen nicht genutzt werden könne. (apa)

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