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08.09.2010 Christof Baumgartner/pte

Düstere Aussichten für das Internet

Im Jahr 2025 verschwinden Flatrates, der Datenverkehr im Web stockt und Cyber-Kriminalität bedroht die Welt.

Dieses Szenario zeichnen Cisco und Monitor Group Business Network in einer Studie zur Zukunft des Internets. »15 Jahre sind für das Internet eine sehr lange Zeit. Wer da Prognosen wagt, ist kühn«, sagt allerdings der Zukunftsforscher Karlheinz Steinmüller. Der Report umreißt unter anderem Trends, die auf die Zukunft des Webs Einfluss nehmen. Eine Mischung aus Spracherkennung und Touch-Screen in Verbindung mit anderen Technologien werden die Tastaturen als Eingabegräte ersetzen. »Internet und Augmented Reality werden verkoppelt. Aber neue virtuelle, räumliche Interfaces bedeuten nicht unbedingt den Tod der doch recht schnellen und gut eingeübten Qwertz-Tastaturen«, widerspricht Steinmüller. Zudem soll es laut Cisco gestaffelte Tarife anstelle von Flatrates geben. Das Internet der Zukunft wird einen größeren Einfluss auf die Gesellschaft haben und das größte Wachstum, weil es sich in Schwellenländer, in Dörfer und in ländliche Gebiete zunehmend ausbreiten wird. verschiedene Szenarien Cisco präsentiert in der Studie nach einem Blick in die digitale Kristallkugel vier mögliche Szenarien, die den Weg des Internets zukünftig kennzeichnen. Mit »Fluid Frontiers« zeigen sich durchaus positive Aussichten. Ciso beschreibt eine Welt, in der das Internet allgegenwärtig ist und für alle Gruppen durchlässig. Wettbewerb und technologischer Fortschritt macht den Zugang billiger und weltweit verfügbar. User bekommen schneller die Information, die sie haben wollen. Mit »Insecure Growth« zeichnet der Netzwerkspezialist aber eine unsichere Zukunft: Privatpersonen und Unternehmen haben Angst vor der Abhängigkeit von der Technik und meiden das Internet. Vermehrte Cyber-Kriminaltität überfordert Organisationen und Regierungen. »Cybercrime und krimineller Spam sind schon heute Bedrohungen, die pro Jahr zig Milliarden kosten, insofern kann man sie schon heute als Weltbedrohung auffassen«, erklärt Steinmüller. Noch trüber wird es für die Menschheit bei »Short of Promise«. Dabei dreht es sich um eine Welt ohne Wirtschaftswachstum. Protektionistische Haltungen von Regierungen sind Antwort auf die Stagnation. Die Ausbreitung des Internets wäre gebremst und es gebe keine Innovationen mehr. Am schlimmsten trifft es die Welt im vierten Szenario: Bei »Bursting at the seams« wächst die Nachfrage nach digitalen Diensten kontinuierlich. Wartezeiten werden zur Normalität und das globale Netz ein Opfer des eigenen Erfolgs.

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