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13.09.2010 pi/Rudolf Felser

ÖBB machen GSM-R-Technologiesprung

Kapsch CarrierCom konnte den letzten Teil der Migration auf die neue R4 Technologie bei den ÖBB erfolgreich abschließen, die damit als eine der ersten Bahngesellschaften weltweit aufgerüstet wurde.

Damit verfügt die ÖBB – als eine der ersten Bahngesellschaften weltweit – über diese GSM-R Kerntechnologie. Um die neuen europäischen GSM-R Standards zu erfüllen, rüsten Bahnbetreiber derzeit ihre bestehende Infrastruktur auf Next Generation und All-IP basierte Netzwerke um. Mit der Einführung der neuen R4 Technologie geht die ÖBB jedoch einen Schritt weiter – der eigenen Angaben zufolge "globale GSM-R Weltmarktführer" Kapsch CarrierCom bietet seinen Kunden mit R4 eine Technologie, "welche die derzeitigen Standards weit übertrifft und einen optimalen Mix aus Kapazität, Skalierbarkeit und Verlässlichkeit bietet".

"Mit dem erfolgreichen Abschluss der Migration auf die innovative R4 Technologie ist uns ein Meilenstein gelungen, der einmal mehr unsere Vorreiterrolle im internationalen GSM-R Markt unterstreicht. Auch als globaler Weltmarktführer ruhen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern sehen es als unsere Aufgabe, die technologische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer GSM-R Technologien konsequent voranzutreiben", betont Thomas Schöpf, COO Kapsch CarrierCom. "Mit unseren Technologien können wir punktgenau und flexibel auf Kundenbedürfnisse eingehen und die Effizienz des Bahnverkehrs nachhaltig steigern. Diese Tatsache unterstreicht auch die neue R4 Technologie – diese ist absolut kompatibel mit einem breiten Spektrum an Equipment und reduziert zudem die operativen Kosten", ergänzt Schöpf.

Die Umstellung auf die R4 Technologie wurde bereits im neuen Systemraum der ÖBB in der Laxenburgerstraße (Wien) erfolgreich durchgeführt. Anstatt der bestehende Netzwerke verfügt die ÖBB nun über eine IP-basierende R4 Technologie für MSC und HLR, diese basieren auf einer ATCA Plattform (Advanced Telecommunications Computing Architecture). Diesem Schritt ging eine Vielzahl an Tests voraus. So führte die ÖBB, als auch Kapsch CarrierCom umfangreiche Roaming-Tests mit Bahngesellschaften der Nachbarländer, wie Deutsche Bahn, erfolgreich durch. Die GSM-R Pilotstrecke Wels-Passau ist bereits mit der neuen R4 Technologie im Live-Betrieb. Auch die Roamingverbindungen zur Schweiz und Tschechien funktionieren bereits, so Kapsch in einer Aussendung.

Die von Kapsch CarrierCom angebotene Technologie beinhaltet Mobile Switching Center (MSCS) Server, Home Location Register (HLR) und Media Gateways – diese Bestandteile machen R4 zur fortgeschrittensten Technologie, die laut dem Hersteller derzeit im Markt verfügbar ist. Die Vorteile von R4 schlagen sich auch in der Effizienz des Bahnverkehrs nieder: Die Kapazität, hohe Verkehrsvolumina zu unterstützen, wird erhöht, während die Kosten des Bahnbetreibers reduziert werden. Durch die geteilte Architektur können sowohl der Sprachverkehr (Bearer am Media Gateway) als auch die Call Controll-Funktion (Call Server, MSCS) gleichzeitig unterstützt werden, was die Performance erneut erhöht. Diese Architektur erlaubt auch die Integration von zusätzlichem Equipment. Die operativen Kosten werden durch eine optimierte Verkehrsführung sowie die Verdichtung des Verkehrs in wenigere und effizientere Übertragungspunkte (Transmission Links) reduziert. (pi/rnf)

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