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06.10.2010 Christof Baumgartner/apa

LTE-Frequenzen versteigert

Die Vergabe der Mobilfunkfrequenzen im Bereich 2,6 GHz ist abgeschlossen und brachte dem Staat insgesamt 39,5 Millionen Euro ein. Zugeschlagen haben alle vier Mobilfunker. Damit soll der Grundstein für den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) in Österreich gelegt werden.

Den größten Brocken mit 2 x 20 MHz im gepaarten und 25 MHz im ungepaarten Bereich hat bei der Auktion Marktführer Mobilkom Austria für 13,2 Millionen Euro erworben. Die Nummer Zwei, T-Mobile, hat 11,2 Millionen für 2 x 20 MHz im gepaarten Bereich gezahlt. Der drittgrößte Anbieter Orange hielt sich etwas zurück und zahlte vier Millionen, während der Viertgrößte Anbieter, Hutchison 3G Austria (»3«), elf Millionen Euro auf den Tisch legte.

Die Unternehmen müssen nun bis zum 31. Dezember 2013 einen Versorgungsgrad von 25 Prozent der österreichischen Bevölkerung herstellen. Die Nutzungsfrist für die Frequenzen läuft Ende 2026 ab. Die Regulierungsbehörde erwartet, dass die Frequenzen primär für schnelle mobile Breitbanddienste in Ballungsgebieten beispielsweise mit der Technologie LTE verwendet werden. »Mit der LTE-Technologie kann ein funkbasierter Breitbandzugang mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s erreicht werden. Diese Zusatzfrequenzen sind wichtig, da die Nutzung von mobilem Breitband in den letzten Jahren stark angestiegen ist und es in Ballungsgebieten oft zu Versorgungsengpässen gekommen ist«, so Georg Serentschy, Geschäftsführer der Regulierungsbehörde RTR, der die Auktion im Auftrag der Telekom-Control-Kommission (TKK) durchgeführt hat.

LTE-ANGEBOTE NOCH IM OKTOBER Jetzt liegt es an den Netzbetreibern, entsprechende Angebote auf den Markt zu bringen. Die Telekom Austria will »voraussichtlich« ab Mitte Oktober erste Endgeräte für LTE auf den Markt bringen. Die entsprechenden Funksysteme seien schon einsatzbereit. Das Produkt A1 Breitband LTE soll laut Mitteilung »Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s« erreichen. Es beinhaltet ein Datenvolumen von 30 Gigabyte und soll 90 Euro pro Monat kosten. »Unsere Kunden werden den Effekt schon recht bald spüren«, sagte auch T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvatal gegenüber Medien. Die ersten Geschäftskunden seien bereits mit den notwendigen Datensticks ausgerüstet und könnten jederzeit starten.

Zufrieden zeigte sich auch Infrastrukturministerin Doris Bures von der SPÖ: »Die Nutzung der Frequenzen durch mobile Breitbanddienste der nächsten Generation wird Österreichs Vorreiterrolle beim mobilen Internet festigen."

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