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19.10.2010 Rudolf Felser

LTE in Wien und Innsbruck gestartet

A1 und T-Mobile haben begonnen, ihre LTE-Netze für den "offiziellen" Betrieb zu öffnen. Derzeit allerdings erst in den Städten Wien und Innsbruck, wo zuvor bereits Testnetze in Betrieb waren.

Fast zeitgleich meldeten die beiden Mobilfunkbetreiber heute den Start ihrer Mobilfunknetze der vierten Generation – vier Wochen nach Abschluss der Frequenzversteigerung im Bereich 2,6 GHz. Bei A1 Telekom Austria werden zu Beginn 49 Sendestationen im Raum Wien und drei Stationen in St. Pölten mit dem aktuell schnellsten mobilen Breitband versorgt. Weitere Sendestationen in anderen Ballungszentren seien in Planung, so der Ex-Monopolist in einer Aussendung.

"Wir starten unser LTE Netz in Wien um so viel Bürgern als möglich einen schnellen und mobilen Zugang zum Internet bieten. Heute startet eine neue Ära des Mobilfunks in Österreich. Gleich mit dem Start gehen in Wien und St. Pölten über 50 LTE Sendestationen in Betrieb," sagte Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 Telekom Austria, in diesem Zusammenhang.

T-MOBILE BESCHLEUNIGT INNSBRUCK Während sich also A1 um die Bundeshauptstadt "kümmert" hat T-Mobile LTE in Innsbruck "freigeschaltet". Die ersten heimischen 4G-Kunden von T-Mobile, wie Martin Mölk, IT-Leiter von MPREIS, Andi Abenthung von Burton Snowboards oder Harald Schneider, Vorstandsdirektor der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), hatten die 4G-Datensticks bereits vor einem Monat überreicht bekommen. Hier offenbart sich auch der "Haken" an der Sache: LTE-fähige Endgeräte sind im Markt noch recht spärlich gesät. Ab sofort würden die vorbestellten 4G-Datensticks an weitere Kunden ausgeliefert, verspricht T-Mobile jedoch.

Im Zuge des 4G-Rollout mit der kürzlich ersteigerten 2,6 GHz Frequenz, die für Ballungszentren geeignet ist, sollen T-Mobile zufolge neben Wien in weiterer Folge auch die anderen Landeshauptstädte in Angriff genommen. Eine halbe Milliarde Euro will das Unternehmen bis 2014 in das "Netz der Zukunft" investieren. "Wir warten bereits ungeduldig auf die Entscheidungen zur Digitalen Dividende und der technologieneutralen Verwendung der bestehenden Frequenzen, um auch im ländlichen Raum mit dem 4G-Aufbau im 'Netz der Zukunft' zu beginnen", blickt T-Mobile-Chef Chvatal in die Zukunft.

ÖVP FREUT SICH "Die intensive Nutzung von mobilem Breitband, vor allem verursacht durch Smartphones und Datensticks, machte es notwendig, in den Netzausbau zu investieren. Mit LTE können nun mobile Datenraten von bis zu 80 Mbit/s erreicht werden. Dies stellt einen Quantensprung zum Status Quo dar", erklärte heute auch Karin Hakl, ÖVP-Sprecherin für Innovation und Telekommunikation, zu diesem Thema.

"Die Frequenzen des 2,6 GHz-Bandes eignen sich vor allem für die Versorgung des städtischen Bereichs. Um auch den ländlichen Raum mit leistungsfähigem mobilem Breitband zu versorgen, ist eine rasche Versteigerung der so genannten 'Digitalen Dividende' unbedingt notwendig. Dieses Frequenzband eignet sich hervorragend, um auch die Bevölkerung in ländlichen Regionen an das mobile Breitbandnetz Österreichs anzubinden. Andere europäische Staaten haben diese Frequenzen bereits vergeben. Österreich muss als 'Mobilfunk-Mekka' Europas unbedingt rasch nachziehen, um nicht hinter andere Staaten zurückzufallen", stellt sich Hakl abschließend auf die Seite der Mobilfunker.

LTE LEBT, DVB-H IST TOT Während die Mobilfunker über den Boom beim mobilen Internet jubeln, wird eine andere Zukunftstechnologie zu Grabe getragen: Fernsehen am Handy (DVB-H). Vor gut zwei Jahren gestartet konnte dafür nie ein Massenmarkt gefunden werden - wodurch auch kaum DVB-H-taugliche Handys auf den Markt kamen. Angeboten wurde DVB-H von A1, Orange und "3", T-Mobile hatte auf die Mitgliedschaft beim Betreiberkonsortium Media Broadcast verzichtet. Brancheneinschätzungen zufolge konnten sich lediglich 20.000 bis 30.000 Handynutzer für DVB-H begeistern. Als Turbo für DVB-H sollte die Fußball-EM in Österreich dienen, aber das Interesse war genauso gedämpft wie an den Public-Viewing-Standorten. Zudem haben sich sicher viele Kunden gefragt, wieso sie für einen Dienst bezahlen sollen, den sie mit tragbaren Fernsehern "gratis" beziehen können.(rnf)

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