Smartphones im Unternehmen: Die Anwender sind am Zug Detail - Computerwelt

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13.12.2010 Martin Karlowitsch*

Smartphones im Unternehmen: Die Anwender sind am Zug

Im gleichen Zuge, wie der geschäftliche Einsatz von Smartphones, PDAs und Netbooks zunehmend zur Regel wird, rückt der Anwender ins Zentrum des Interesses.

Denn an seiner Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz entscheidet sich, wie erfolgreich eine Mobilisierung von Unternehmensprozessen vonstatten gehen kann. Die Trends sind eindeutig: Wir sind bei der Arbeit nicht mehr an einen Ort gebunden, müssen unter allen Umständen erreichbar sein und setzen gerne die neueste Technologie ein. Im Zuge dieser Entwicklung ist es daher notwendig, geschäftliche Anwendungen auf mobile Geräte zu bringen, die auch im Alltagsleben von den Mitarbeitern verwendet werden – und das in allen Berufen, allen Branchen und auf allen Unternehmensebenen.

Wenn die Mobilitätslösung aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit, schlechter Ergonomie oder veralteter Geräte die Erwartungen der Anwender enttäuscht, sind Skeptiker in ihrer Ablehnung bestätigt und das Vertrauen in ihre Sinnhaftigkeit lässt sich nur schwer wiederherstellen. Das Unternehmen riskiert nicht nur, dass die Lösung gar nicht oder nur sporadisch eingesetzt wird, sondern setzt sich nicht selten der Gefahr aus, dass Mitarbeiter ihre persönlichen Geräte für geschäftliche Zwecke einsetzen und dabei womöglich Sicherheitsrichtlinien außer Acht lassen. Wenn also die Einführung einer mobilen Lösung die angestrebten Vorteile bringen soll, ohne neue Sicherheitsrisiken zu schaffen, muss darauf geachtet werden, dass die Anforderungen der Nutzer berücksichtigt werden und der Einsatz mobiler Geräte ausschließlich im vorgegebenen Rahmen stattfindet. Eine doppelte Herausforderung, die von einer Mobile-Device- beziehungsweise Sicherheitsmanagement-Software bewältigt werden muss.

Die Zufriedenheit der Anwender beginnt beim mobilen Endgerät. Während der Computer am Arbeitsplatz ein unpersönliches Arbeitsmittel ist, wird das Gerät, das man ständig bei sich trägt, als individuelles Attribut angesehen, teilweise sogar als Statussymbol und Zeichen der Anerkennung durch das Unternehmen. Von großer Bedeutung für die Akzeptanz einer Mobility-Lösung ist die erste Begegnung mit dem Endgerät. Eine positive Einstellung ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Umstellung auf das neue System. Umso größer wird die Enttäuschung sein, wenn das bereitgestellte Endgerät funktionell deutlich weniger ausgereift ist als das private Smartphone. Um diese negative Reaktion zu vermeiden, besteht die zunehmend gängige Praxis darin, eine Auswahl von Endgeräten anzubieten: iPhone, Blackberry, Symbian, Windows Mobile, etc. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Unternehmen in der Lage ist, heterogene mobile Plattformen zu verwalten, was den zusätzlichen Vorteil birgt, dass damit die Entwicklung der Technologien und Nutzungsmöglichkeiten auch langfristig gesichert wird.

Abgesehen von der Marke und dem Modell des Endgeräts sind es aber vor allem die Funktionalitäten der Anwendung, die einen Mitarbeiter letztlich überzeugen. Standortunabhängige Mitarbeiter sind in Sachen Service-Qualität besonders anspruchsvoll: Die Anwendung wird vor Ort, meist in Gegenwart eines Kunden oder zwischen zwei Terminen, aufgerufen. Wenn sie dann nicht verfügbar ist, wirkt das äußerst frustrierend. Um maximale Performance und Verfügbarkeit zu gewährleisten, müssen die Anwendungen daher auf die jeweiligen Gegebenheiten des Netzes abgestimmt sein: Minimaler Datentransfer (stufenweise Aktualisierung und Synchronisation), Byte-genaue Wiederaufnahme des Übertragungsprozesses nach Unterbrechung, Vorprogrammierung von Offline-Aktionen (vor allem unter Beachtung bestimmter Sicherheitsregeln).

Weiterhin muss sichergestellt sein, dass in einem Pilotprojekt mit mehreren Dutzend Geräten zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden, bevor die Systemeinführung auf breiter Ebene erfolgt. Und schließlich müssen die jeweiligen Eigenheiten der Geräte berücksichtigt werden, denn diese sind meist für den Privatgebrauch entwickelt worden und nicht immer so belastbar, wie dies für den geschäftlichen Einsatz erforderlich ist. Ein Mittel, um private Geräte "business-ready" zu machen, ist das Remote Management. Dieses ermöglicht eine Konfiguration, die oftmals die Sperre bestimmter Funktionen umfasst (beispielsweise Download von Videos oder Musik, um den Speicher oder die Bandbreite nicht zu belasten), und sorgt dafür, dass das Endgerät seine Leistungsfähigkeit behält und jederzeit auf dem neuesten Stand ist.

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